Erfolgreiches Haselhuhn-Projekt soll ausgeweitet werden

Haselhuhn

Foto: wikipedia.org/ Honza Sterba from Prague, Czech Republic, Bonasa bonasia -Bayerischer Wald, Europe-8a, CC BY-SA 2.0

In Thüringen gibt es erfreuliche Nachrichten vom Haselhuhn-Wiederansiedlungsprojekt der Forst- und Naturschutzverwaltung. Die Tiere vermehren sich mittlerweile wieder selbstständig in freier Wildbahn und es sollen neue Gebiete für das Raufußhuhn optimiert werden, schreibt forstpraxis.de.

Seit gut 15 Jahren bemüht sich die Prinz Reuß’sche Forstverwaltung Wurzbach um eine Wiederansiedlung des Haselhuhns. Dafür musste vor allem dessen Lebensraum wieder neu gestaltet werden. Frühere monotone Fichtenforsten sorgten dafür, dass die Tiere, genauso wie Auer- und Birkenhuhn, in den Mittelgebirgen kaum noch überleben konnten. Im Frankenwald wurden deshalb vor allem Weichlaubhölzer gefördert und Fichten entlang der Waldbäche entfernt. Das Ergebnis: Auf den 3500 Hektar Projektfläche gab es 2011 den ersten Brutnachweis. Außerdem hatten die Bemühungen dem Bericht zufolge den positiven Nebeneffekt, dass sich auch Wasseramsel und Eisvogel im Frankenwald wieder wohlfühlen. Bisher wurden vor allem wild gefangene und naturnah gezüchtete Haselhühner ausgewildert – seit 2001 immerhin 200 Stück.

Haselhuhn-Projektgebiet soll ausgeweitet werden

Durch die bisherigen Erfolge soll das Projekt jetzt ausgeweitet werden. ThüringenForst will die Tiere auch in den Forstämtern Schleiz und Saalfeld-Rudolstadt auswildern. In den Gebieten entstehen nach den Schäden durch Sturmtief Kyrill neue Baumbestände, die einen guten Lebensraum für die Tiere darstellen. Zusätzlich werden in weiteren Gebieten Artenschutzprojekte für das Auerhuhn unterstützt.

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