Entlaufenes Zebra erschossen

Zirkus-Zebra „Pumba“ bezahlte Ausflug auf die Autobahn mit dem Leben.

Zebra

Symbolbild: bobbiek100

Rostock/Liepen: In der Nacht zum Mittwoch (02.10.2019) konnten zwei Zebras des „Circus Barlay“ ausreißen. Da die schweren Transporter, die die Tiere in ihre Gehege bringen sollten, die Wiese des Zirkuszelts nicht befahren konnten, mussten die Tiere weiter als vorgesehen zu ihren Gehegen geführt werden. Diese Chance nutzten die beiden Zebras „Safari“ und „Pumba“ zur Flucht, berichtet die WELT.

Während der Wallach Safari von der Polizei recht schnell wieder eingefangen werden konnte, lief Pumba auf die Autobahn 20 und verursachte dadurch einen Unfall. Ein Polizist wurde bei dem Versuch das Zebra einzufangen leicht verletzt. Außerdem wurde die Motorhaube eines Streifenwagens beschädigt.

Alle weiteren Versuche Pumba mit Futter zu locken oder einzufangen scheiterten. Die „Tiernotrettung“ der Feuerwehr Rostock wurde hinzugezogen. Erste Versuche das Zebra mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht zu setzten schlugen fehl, da das Tier sich immer außerhalb des Wirkungsbereiches (ca. 40 m) des Gewehres aufhielt. Ein Mitarbeiter der Tiernotrettung erschoss Pumba schließlich rund acht Kilometer von der Autobahn entfernt bei Liepen. Die Betreiber des Zirkus, die die Tötung des Tieres als unverhältnismäßig ansehen, wollen deswegen gegen die Feuerwehr auf Schadensersatz klagen.

Der Stadtsprecher der Hansestadt Rostock, Ulrich Kunze, verteidigte das Vorgehen der Feuerwehr am vergangenen Freitag und sieht das Fehlverhalten auf Seiten des Zirkus, der seiner Verantwortung nicht gerecht geworden sei. Zum Schutz der Allgemeinheit habe schnell gehandelt werden müssen und da das Tier sich außerhalb der Reichweite des Betäubungsgewehres befunden habe, sei die Entscheidung das Tier zu töten die richtige gewesen.

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