Elefantensterben durch Dürre und Milzbrand

Mehr als 100 Elefanten sind in zwei Monaten im „Chobe Nationalpark“ in Botswana an den Folgen der langanhaltenden Dürre gestorben.

Zwei Elefanten im Chobe Nationalpark von Botswana.

Foto: mkraucht

Über 100 tote Elefanten in nur zwei Monaten im „Chobe Nationalpark“ von Botswana lautet das traurige Resümee, das die Regierung am Dienstag in einer Stellungnahme bekanntgab.

Das südafrikanische Land leidet seit Monaten unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Überdurchschnittlichen Temperaturen und ausbleibende Niederschläge lassen das Grasland verdorren und die Wasserlöcher austrocknen. Auch die angrenzenden Staaten sind betroffen und fürchten um das Überleben ihrer Wildtierbestände.

„Schätzungen zufolge sind in den letzten zwei Monaten mehr als einhundert Elefanten auf natürliche Weise gestorben“, heißt es in einer Erklärung des Umweltministeriums. Allein in dieser Woche wurden 14 neue Todesfälle registriert. Auf der Suche nach Nahrung müssen die Elefanten immer weitere Strecken zurücklegen, um ihren täglichen Bedarf zu decken, was bei einigen der zum Teil stark abgemagerten und geschwächten Tiere zum Tode führt.

Darüber hinaus legen erste Untersuchungen den Verdacht nahe, dass einige der Elefanten an Milzbrand verendet sein könnten. „Aufgrund der schweren Dürre nehmen Elefanten beim Weiden vermehrt Erde auf und werden so Sporen von Milzbrandbakterien ausgesetzt, die sich im Boden befinden“, heißt es in der Erklärung des Ministeriums weiter. Zur Verhinderung einer Ausbreitung auf andere Tiere, lassen die Behörden die Kadaver der Elefanten verbrennen, die mit Milzbrand kontaminiert sein könnten. Die Bevölkerung wird gewarnt, tote Tiere zu berühren.

Auch im benachbarten Simbabwe zwingt die Dürre die Behörden dazu, präventive Maßnahmen zu ergreifen. So tötete die Wildtierbehörde im vergangenen Monat mindestens 55 Elefanten, da es auch dort an Nahrung und Wasser mangelt.

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