Eisbär tötet Mann auf Spitzbergen

Ein Eisbär hat einen Mann auf der Insel Spitzbergen im norwegischen Archipel Svalbard getötet

Ein Eisbär (Foto: Margo Tanenbaum)

Ein Eisbär (Foto: Margo Tanenbaum)

Auf Spitzbergen, in der Nähe des Hauptort Longyearbyen der norwegischen Provinz Svalbard, wurde ein Mann in der vergangenen Nacht auf einem Campingplatz von einem Eisbären getötet, melden lokale Behörden am heutigen Freitag (28.08.2020). Diese Region ist bei Touristen sehr beliebt, da sich dort Polarlichter besonders gut beobachten lassen.

Schild, mit dem in der Provinz Svalbardvor Eisbären gewarnt wird (Foto: Martin Fuchs)

Schild, mit dem vor Eisbären gewarnt wird - Text: "Gilt für ganz Svalbard" (Foto: Martin Fuchs)

Das nicht näher beschriebene Opfer wurde während des Bärenangriffs so schwer verletzt, dass der Mann kurze Zeit später seinen Verletzungen erlag, teilte das Büro des Gouvernements Svalbard in einer Erklärung mit.

Der Bär wurde nach der Attacke von Zeugen des Vorfalls beschossen und später auch verendet auf dem Parkplatz des örtlichen Flughafens aufgefunden. Dass auf Spitzbergen die Menschen außerhalb städtischer Gebiete Waffen bei sich tragen, ist eher die Regel als die Ausnahme und wird von den Behörden sogar empfohlen.

Sechster tödlicher Eisbärenangriff in fast 50 Jahren

Die ca. 1.000 Eisbären, die laut Zahlen von 2015 auf Spitzbergen leben, sind seit 1973 geschützt. Bisher wurden seit 1971 fünf tödliche Angriffe auf Menschen verzeichnet.

Der jüngste Vorfall ereignete sich 2011, als ein Bär einen 17-jährigen Schüler aus England tötete und vier weitere verletzte, die sich im Rahmen einer Schulfahrt auf der Insel befanden. Auch in diesem Fall wurde der Eisbär in der Folge getötet.

Experten zufolge sind es die, aufgrund der globalen Klimaerwärmung immer weiter abschmelzenden, Polkappen – Spitzbergen befindet sich nur 1.300 Kilometer vom Nordpol entfernt – die dazu führen, dass sich die bevorzugten Robben-Jagdgebiete der Eisbären immer mehr verkleinern respektive nicht mehr ganzjährig von den Raubtieren erreicht werden können. Dies zwingt die Eisbären auf der Suche nach Nahrung immer öfter in besiedelte Gebiete.

 

Erstellt mit Material von The Local Norway.

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