Drittes Wolfsvorkommen in Thüringen

Weitere Wolfsfähe im Wartburgkreis standorttreu

Wolf im Schnee (Beispielbild: Deedee86)

Wolf im Schnee (Beispielbild: Deedee86)

Nachdem das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs (KWBL) am Thüringer Umweltministerium am 27.01.2021 über ein zweites Wolfsvorkommen im Wartburgkreis informierte, steht nun mit einem weiteren Genetikergebnis fest, dass noch eine weitere Wolfsfähe mit der Bezeichnung „GW1241f“ als territorial eingestuft werden kann. Ein Wolf gilt dann als standorttreu, wenn er sich über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten in einem bestimmten Gebiet aufhält – GW1241f wurde vor etwa 10 Monaten zum ersten Mal bei Bad Salzungen-Hämbach nachgewiesen.

Das Tier stammt ebenfalls aus Brandenburg, „GW1241f“ hält sich jedoch weiter nördlich im Wartburgkreis auf als „GW1422f“. Das neue und damit dritte Territorium in Thüringen erhält die Bezeichnung „Tiefenort“ („TO“). Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter in der Region können, wenn noch nicht geschehen, einen Antrag auf Förderung des optimalen Herdenschutzes bei der zuständigen Behörde – dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) einreichen. Als optimaler Herdenschutz gelten u.a. elektrifizierte Zäune mit einer Höhe von mindestens 1,20 m sowie der Einsatz von Herdenschutzhunden. Thüringen fördert die Herdenschutzmaßnahmen zum Schutz von Weidetieren vor dem Wolf zu 100%.

Weitere Informationen sowie zuständige AnsprechpartnerInnen sind auf der Internetseite des Umweltministeriums zu finden: https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/kompetenzzentrum

Hinweise zu Wölfen wie z.B. Sichtungen, Risse und Fotofallenaufnahmen nimmt das KWBL über die Telefonnummer 0361 57 3941-941 entgegen. Außerdem werden über die Telefonnummer Fragen zum Wolf beantwortet.

 

Quelle: DBBW - Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf, 08. Februar 2021, Görlitz

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!