Deutlich mehr Ökolandbau in Hessen

2016 sind in Hessen 10.000 Hektar mehr Fläche ökologisch bewirtschaftet worden.

Blumenwiese

Erfreuliche Nachrichten aus Hessen: Wie das Umweltministerium mitteilt, ist die Fläche, die für Ökolandbau genutzt wird, in diesem Jahr um 10.000 Hektar gewachsen. In den Vorjahren war jeweils nur ein Zuwachs von etwa 2.500 Hektar zu verzeichnen. Damit werden nun insgesamt 95.000 Hektar in Hessen ökologisch bewirtschaftet. Das sind 12,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. „Hessen hat seine Spitzenposition beim Ökolandbau damit weiter ausgebaut“, äußert sich Landwirtschaftsministerin Priska Hinz erfreut.

Besonders groß ist die Anzahl der Betriebe, die von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umgestellt haben. Insgesamt waren es 155 Betriebe und somit fast genauso viele wie in den Jahren 2014 und 2015 zusammen. Deutlich mehr als drei viertel der neuen ökologischen Fläche fallen auf diese „Wechsel“-Betriebe ab. Aber auch 139 ökologische Landwirte haben ihre bereits bestehenden Flächen um insgesamt 1.300 Hektar erweitert. Das sieht Hinz als gutes Zeichen für die Erfolge der Ökolandwirtschaft.

Als Grund für die positiven Zuwachszahlen nennt die Ministerin ihre Politik und das seit 2014 bestehende Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM). Sie erklärt, ihr Programm mache eine deutlich stärkere Förderung der ökologischen Landwirtschaft möglich und neben der finanziellen Förderung gäbe es auch noch einen Ökoaktionsplan, durch den die Rahmenbedingungen für den Ökolandbau in Hessen wesentlich verbessert würden.

Der Aktionsplan umfasst unter anderem eine Ausweitung der Beratung für landwirtschaftliche Betriebe, den Aufbau von Vermarktungsstrukturen zur Erhöhung des Absatzes hessischer Bio-Produkte und die Gründung von drei Ökomodellregionen. „Ziel ist es, den Zustand des Wassers zu erhalten und zu verbessern, die Artenvielfalt zu bewahren, den Boden vor Erosion zu schützen und einen wirksamen Beitrag zu den Klimaschutzzielen zu leisten“, sagt Ministerin Hinz über HALM.

Außerdem bezeichnete die Ministerin die stabilen Preise für Bio-Produkte und die weiterhin wachsende Nachfrage der Konsumenten als wichtige Aspekte für den Erfolg des Biolandbaus.

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