Der Luchs ist zurück im Pfälzerwald

Luchs

Nach über hundert Jahren ist der Luchs wieder im Pfälzerwald zu Hause. Das Auswilderungsprojekt rund um die in dieser Gegend längst ausgestorbenen Tiere ist gestartet, die drei Luchse Kaja, Luna und Lucky wurden erfolgreich in die freie Natur entlassen.

Zuvor waren die beiden Weibchen und das Männchen von Vertretern der Stiftung Natur und Umwelt aus der Slowakei nach Rheinland-Pfalz gebracht worden. Ausgestattet wurden die ausgewilderten Tiere mit GPS-Halsbändern, die den Überblick über den jeweiligen Standort der Luchse garantieren. 

Nach der Ausrottung durch den Menschen seien die Tiere nun wieder eine Bereicherung für die Natur, lobte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) das Auswilderungsprojekt.

Insgesamt 20 Luchse aus den Karpaten und der Schweiz sollen in den kommenden sechs Jahren gefangen und im Pfälzerwald ausgewildert werden (wir berichteten). Wenn alles klappt und sich die Tiere wie erhofft fortpflanzen, werde sich das auch auf das ökologische Gleichgewicht auswirken, sagte Stiftungs-Geschäftsführer Jochen Krebühl.

Auch die rheinland-pfälzischen Jäger spielen bei der Auswilderung des Luchses eine tragende Rolle, etwa beim Luchs-Monitoring und dem Ausarbeiten des Managementplans für das Projekt. Mit diesem Engagement werde die Jägerschaft einmal mehr ihrer Verantwortung für die Wildart Luchs sowie für den Naturschutz generell gerecht, sagte LJV-Präsident Kurt Alexander Michael.

Nach Schätzungen des NABU gibt es in Deutschland derzeit etwa 70 Exemplare des Eurasischen Luchses. Nachdem die Katzen im Zuge gezielter Ausrottungsmaßnahmen komplett aus Deutschland verschwunden waren, werden die Bemühungen um eine Luchs-Rückkehr seit Jahren intensiviert. Das bis dato letzte Auswilderungs-Projekt im Harz liegt indes schon 14 Jahre zurück.

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