Dem Kormoran droht Massenabschuss

Da können Deutschlands Berufs- und Freizeitfischer nur staunen: Schweden lässt jährlich 2.000 Küsten-Kormorane schießen.

Kormorane

Foto: MAKY_OREL

Wie nahezu überall in Europa haben die Kormoran-Bestände auch in Schweden massiv zugenommen. Aber während in Deutschland um Einzelabschüsse gerungen wird, geht es im Norden richtig zur Sache: Jährlich 2.000 Abschüsse – vorerst bis Jahresende 2021.

Die generelle Abschusserlaubnis folgt vor allem heftigen Klagen aus der Berufsfischerei. Im Umkreis von 300 Metern um Gerätschaften dieses Personenkreises sind Kormorane nun grundsätzlich vogelfrei. Und die Fischer dürfen in den südschwedischen Küstengewässern auch selbst zur Waffe greifen.

An einigen küstennahen Binnengewässern gilt die Abschussverfügung ebenfalls, auch für Freizeitfischer. Hier setzt der Schusswaffengebrauch allerdings voraus, dass die Schützen im entsprechenden Gebiet jagdausübungsberechtigt sind.

Die zuständige Provinzregierung begründet ihr Vorgehen nicht nur mit dem Erhalt der Fischerei-Ressourcen, sondern auch mit dem Ziel die Küstenlandschaften und ihre Lebensgemeinschaften in Balance zu halten.

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