Damschmaltier mit Armbrust waidwund geschossen

Ein Fall von Jagdwilderei im nordrhein-westfälischen Herscheid beschäftigt die Polizei

Weibliches Stück Damwild auf einer Wiese (Beispielbild: waldiwkl)

Weibliches Stück Damwild auf einer Wiese (Beispielbild: waldiwkl)

Vermutlich in der Nacht auf Sonntag trieben Wilderer in der Nähe des nordrhein-westfälischen Herscheid (Märkischer Kreis) ihr Unwesen.

Am Sonntagmorgen (12.07.2020) gegen 10 Uhr fanden Jäger ein angeschweißtes Stück Damwild auf einer Wiese an er L561 gegenüber der Einmündung "Wermecke".

Das Schmaltier wurde weich von einem Pfeil, der von einer Armbrust abgeschossen wurde, getroffen. Der Pfeil steckte beim Auffinden des schwer verletzten Tieres noch im hinteren Bauchraum. Ein Jagdaufseher erlöste das Schmaltier mit einem Schuss von seinen Qualen.

Die Polizei stellte den Pfeil sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Jagdwilderei ein. Im Falle einer Ermittlung drohen den Tätern Geldstrafen oder bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Hinweise auf die Täter liegen bisher nicht vor.

Der Armbrust-Bolzen, mit dem die Wilderer das Schmaltier waidwund schossen. (Foto: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis)

Der Armbrust-Bolzen, mit dem die Wilderer das Schmaltier waidwund schossen. (Foto: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis)

Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis veröffentlichte ein Bild des Armbrust-Bolzens, der durch den oder die Täter verwendet worden ist.

Erste Ermittlungen bestätigen den Verdacht, dass es sich um einen Bolzen mit Jagd-Spitze handelt, der auch nur durch eine entsprechende Armbrust verschossen werden kann.

Zeugen werden gebeten sich bei der Polizeiwache in Plettenberg zu melden (02391/9199-0).

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