Dänemark plant Schutzgebiete ohne Jäger 

Neuer Anlauf für die umstrittene Rewilding-Ideologie: Jetzt will Dänemark 15 „Naturnationalparke“ ausweisen. Eingezäunt und mit Jagdverbot.

Blick auf die Ostsee von Dänemarks Küste aus (Foto: Monika Schröder)

Blick auf die Ostsee von Dänemarks Küste aus (Foto: Monika Schröder)

Die Tierquälerei beim niederländischen Rewilding-Experiment Oostvaardersplassen (wir berichteten) hat die Verfechter der Idee von der vermeintlich unberührten Natur offenbar nicht bremsen können: Nachdem ihre Versuche für einen neuen Anlauf in Nordschweden dort nur wenig Unterstützung finden, stießen sie bei Dänemarks Umweltministerin offenbar auf offene Ohren.

Lea Wermelin, Sozialdemokratin und studierte Politologin, verspricht ihren Wählern „spannende Naturerlebnisse“.

Zunächst hat sie aber erst mal Ärger mit den Jägern, die in den Versuchsflächen nichts verloren haben, wenn es nach der Ministerin geht. Sollten Abschüsse von „Invasiven Arten“ notwendig werden, ist der Einsatz von bewaffneten Staatsdienern vorgesehen.

Dänemarks Jägerverband stellt die Frage, warum Steuergelder fließen sollen, wenn „kompetente und tüchtige Jäger“ sogar bereit wären, dafür zu bezahlen, wenn sie die Arbeit übernehmen dürfen. Das Thema ist bekannt aus der „Hobbyjäger“-Debatte in Deutschland und den schweizerischen „Jagdfrei“-Kantonen.

Bekannt ist auch, was aus den Plänen, Wildpferde und Ur-Rinder auszusetzen und sich selbst zu überlassen, anderorts geworden ist: Nicht nur in Oostvaardersplassen, sondern auch in diversen deutschen NABU-Schutzgebieten.

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