Bundestagskandidat setzt voll aufs Thema Wolf

Jäger Mario Borchert verschlägt es in die Politik. Er tritt als Direktkandidat für den Bundestag an. Sein wichtigstes und gleichzeitig einziges Wahlkampfthema: der Wolf.

In Brandenburg sind Wölfe stark vertreten. 22 Wolfsrudel sind dort heimisch – die Zahl der Nutztierrisse ist dementsprechend hoch. Insgesamt 756 Schafe wurden seit 2007 gerissen, wie das Landesamt für Umwelt schreibt. Jäger Mario Borchert will dieser Entwicklung entgegnen. Er tritt als unabhängiger Direktkandidat im brandenburgischen Wahlkreis 56 (Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I) an. Sein Wahlkampfthema ist der Wolf.

„Alle machen es sich bequem, während die Landbevölkerung zu Versuchskaninchen im Umgang mit dem Wolf erklärt wird“, sagte Mario Borchert gegenüber der Märkischen Online Zeitung. Der Wolf sei ein anpassungsfähiges Raubtier und bereits flächendeckend anzutreffen. „Also müssen die Wolfsbestände unserer Lebenswirklichkeit und der von uns geschaffenen Kulturlandschaft angepasst werden und nicht umgekehrt“, erklärte er. Hierzu müsste ein Fachgremium beurteilen, ob der Wolf nach wie vor vom Aussterben bedroht sei. Anschließend müssten Wolfsgebiete, Wolfsausschlussgebiete sowie Bestandsobergrenzen für die Regulierung festgelegt werden. „Mit Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht wird die rechtliche Durchsetzung zugewiesen“, sagt der 46-jährige Borchert.

Mit Gewinnchancen rechnet er nicht. „Das hat noch kein unabhängiger Kandidat geschafft“, sagte er gegenüber der Zeitung. Auf Stimmen hofft er trotzdem, um ein Zeichen zu setzen. Auch seine Mitbewerber will er über das Thema informieren.

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