Bundesländer: So viel kostet der Schutz vor Wölfen

Höhere Zäune und der Einsatz von Hunden, die Nutztiere schützen sollen: Bauern rüsten mit Maßnahmen gegen den Wolf auf. Behörden bezuschussen das Bestreben.

Wolf mit Beute

Symbolbild: Marcel Langthim

Seit der Wolf wieder in Deutschland gesichtet wird, mehren sich auch die Klagen von Landwirten, die mit Tierrissen zu kämpfen haben. Die Bundesländer versuchen dem entgegenzuwirken. Ausgleichszahlungen in Höhe von knapp 107.783 Euro leisteten die Behörden für die rund 715 verletzten oder gerissenen Tiere im Jahr 2015, berichtet topagrar und beruft sich dabei auf ein Zitat des Bundesamtes für Naturschutz in der „taz.am wochenende“. Voraussetzung für die Entschädigung sei, dass eindeutig ein Wolf als Verursacher nachgewiesen werden kann.

Die Ausgabe für die Prävention vor Wolfsrissen fällt deutlich höher aus. 1,05 Millionen Euro sollen die Bundesländer 2015 für Maßnahmen zum Schutz der Nutztiere gezahlt haben, heißt es weiter. Bezuschusst werden der Bau höherer Zäune sowie der Einsatz von Hunden, die die Tiere beschützen sollen.

Knapp 600 Wölfe sollen bereits in Deutschland leben, schätzt Biologe Ulrich Wotschikowsky den Bestand bundesweit ein. Bis April 2016 sollen 47 Wolfsrudel, 15 Wolfspaare und vier sesshafte Einzelwölfe erfasst worden sein, beruft sich topagrar auf Aussagen des Bundesumweltministeriums. Die Anzahl der Tiere steige stetig an.

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