Brandenburgs Wölfen geht’s ans Fell

Regierungskoalition will Wolfsabschuss erleichtern

Wolf im Schneetreiben (Foto: Dieter Hopf)

Wolf im Schneetreiben (Foto: Dieter Hopf)

Mit mindestens 47 Rudeln sowie 10 Wolfspaaren, aufgeteilt auf 57 bestätigte Wolfsterritorien (Stand: Auswertung Wolfsjahr 2019/20), hat Brandenburg das größte Wolfsvorkommen aller Bundesländer und zieht jetzt daraus seine Konsequenzen.

Brandenburgs Regierungskoalition bestehend aus SPD, CDU und den Grünen, setzt sich für eine Änderung der bestehenden Wolfsverordnung ein, damit es in Zukunft erleichtert wird, den Wolfsbestand durch Abschuss zu regulieren. Den entsprechenden Änderungsantrag stellten die Koalitionsfraktionen heute (19.01.2021) im Landtag vor. Dabei wird CDU-Fraktionschef Jan Redmann folgendermaßen zitiert: „Wir wollen schießen, weil wir in Brandenburg den höchsten Wolfsbesatz haben, der zunehmend zu Schadensereignissen führt“.

Nach der bislang geltenden Wolfsverordnung sei es nahezu unmöglich einen Wolf zu entnehmen, der bereits mehrmals durch Risse von Nutztieren auffällig geworden ist, da genau dieser Wolf eindeutig als Verursacher der Schäden identifiziert werden müsste. So einigten sich die Regierungsparteien jetzt auf eine praktikable Lösung: „Künftig sollen Tiere aus dem Rudel, das für Schadensereignisse verantwortlich ist, geschossen werden können“, führt Redmann dazu weiter aus. Voraussetzung hierbei sei aber, dass die Nutztiere zum Zeitpunkt des Wolfsangriffs ausreichend vor einer solchen Attacke geschützt gewesen seien.

Darüber hinaus sei es zwingend notwendig, die den Wölfen natürlich angewölfte Scheu vor dem Menschen nicht verlieren zu lassen, um die Raubtiere vom Menschen fernzuhalten. „Sie müssen ihre Scheu behalten vor menschlichen Siedlungen und Stallungen. Wölfe merken, wenn sie nichts zu befürchten haben und werden immer dreister“, wird Redmann abschließend von unterschiedlichen Medien zitiert.

 

Hier gelangen Sie zu der aktuell gültigen Brandenburger Wolfsverordnung

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