Brandenburg: Bisher sieben Wölfe getötet

Auf Grundlage der neuen Wolfsverordnung hat das Land Brandenburg im Jahr 2019 bisher sieben Wölfe töten lassen – teils wegen problematischen Verhaltens, teils aufgrund von Verletzungen.

Wolf auf der Jagd

Foto: Tobias Bürger

Mit der neuen Wolfsverordnung hat das Land Brandenburg ein Instrument geschaffen, um Konflikte mit dem Wolf entschärfen zu wollen (wir berichteten). Auf dieser Grundlage wurden im Jahr 2019 bisher sieben Wölfe getötet. Das gehe aus einer Anfrage des rbb an das Landesamt für Umwelt hervor.

Zwei der Wölfe seien in einem „unmittelbaren Siedlungsbereich“ wegen „problematischen Verhaltens“ entnommen worden. Eines dieser Tiere sei an Räude erkrankt gewesen und habe sich immer wieder in den Stall eines landwirtschaftlichen Betriebes im Landkreis Oder-Spree zurückgezogen. Der konsultierte Tierarzt habe den Wolf nach einer Untersuchung schließlich eingeschläfert.

Die übrigen fünf Tiere wurden gemäß § 9 der Verordnung getötet: drei Tiere waren durch Verkehrsunfälle schwer verletzt worden, die zwei übrigen durch illegalen Beschuss. Die Verordnung sieht in derartigen Fällen vor, dass Tiere, die nicht oder nur unter nicht behebbaren erheblichen Leiden oder Schmerzen weiterleben können, nach Begutachtung durch einen Tierarzt erlöst werden dürfen.

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