Brandenburg baut Wildschutzzäune zur ASP-Abwehr

Entlang der Hochwasserschutzanlagen sollen lokal und zeitlich begrenzt mobile Wildschutzzäune auf einer Länge von bis zu 120 Kilometern je nach Gefährdungslage aufgebaut werden. 

Wildschutzzäune haben sich bei der Abwehr von Wildschweinen schon beim Deichschutz bewährt. Sowohl Elektro- als auch Duftzäune werden verwendet.

Wildschutzzäune haben sich bei der Abwehr von Wildschweinen schon beim Deichschutz bewährt. Sowohl Elektro- als auch Duftzäune werden verwendet. (Symbolbild: Hans Braxmeier)

Am vergangenen Freitag (13.12.2019) fand ein Treffen der sogenannten „Task Force ASP“ in Berlin statt. Teilnehmende deutsche und polnischen Veterinäre stimmten ihr weiteres Vorgehen zur Bekämpfung und Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ab und sind sich darin einig, dass die Ausbreitung der Tierseuche nicht abzuschätzen ist.

Brandenburg zieht aus dem erhöhten Risiko der Einschleppung der ASP von Polen nach Deutschland Konsequenzen und will Wildschutzzäune entlang der Oder und der Neiße aufstellen, um die Einschleppung der ASP durch infizierte Wildschweine zu verhindern.

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher erklärte dazu am Dienstag (17.12.2019) in Potsdam: „Wir sollten im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest nichts unversucht lassen. Angesichts des nahen und äußerst dynamischen Seuchengeschehens in der Wojewodschaft Lebuser Land haben wir nach dem intensiven Austausch mit den anderen Ländern und in enger Abstimmung mit den betroffenen Brandenburger Landkreisen jetzt entschieden, lokal und zeitlich begrenzt mobile Wildschutzzäune auf einer Länge von bis zu 120 Kilometern je nach Gefährdungslage entlang der Hochwasserschutzanlagen einzusetzen.

Schwerpunkte sollen die Kreise Spree-Neiße und Oder-Spree sowie die Stadt Frankfurt (Oder) sein. Wohlwissend, dass Zäune keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Aber sie können infizierte Wildschweine daran hindern, von Polen nach Brandenburg einzuwandern. Für uns ist das eine von vielen Präventionsmaßnahmen, die wir umsetzen. Wildschutzzäune werden bereits zum Deichschutz eingesetzt. Hier haben sie sich bei der Abwehr von Wildschweinen schon bewährt. Und Tschechien hat, als sich dort im Jahr 2017 die Afrikanische Schweinepest ausbreitete, mit dem Einsatz von Elektrozäunen sehr gute Erfahrungen gesammelt.“

Brandenburg beschafft die Zäune zentral und übernimmt die Kosten für den Aufbau, der in die Verantwortung der Landkreise gelegt wird. Zur Verwendung werden sowohl Elektro- als auch Duftzäune kommen. Die ersten Zäune sollen noch im Laufe dieser Woche entlang der Neiße in Südbrandenburg errichtet werden.

Erstellt mit Material des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg vom 17. Dezember 2019, Potsdam

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