Bouffier verspricht Schalldämpfer für hessische Jäger

Beim Landesjägertag in Hessen hat Ministerpräsident Volker Bouffier angekündigt, dass sich die Rechtslage zum Thema Schalldämpfer noch in diesem Jahr ändern wird.

Gute Nachrichten für hessische Jäger: Das Schießen mit Schalldämpfern wird wohl noch in diesem Sommer erlaubt werden. Auf dem Landesjägertag in Lorsch versprach Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der Jägerschaft, dass sich beim Thema Schalldämpfer für großkalibrige Waffen etwas ändern wird. „Auch unsere Ohren sind nicht weniger schützenswert als andere“, zitierte der CDU-Politiker den hessischen Waidmann und Rechtsanwalt Adolf Tausch und betonte, die Landesregierung sei „nicht unsensibel“.

In Hessen müssen Jäger bei der zuständigen Behörde bislang eine Erlaubnis beantragen, um Schalldämpfer benutzen zu dürfen. Ob ein Jäger einen Schalldämpfer als Lärm- und Gehörschutz verwenden darf, hängt also ausschließlich vom Ermessen der jeweiligen Behörde ab. Wie sich die Regelung in Hessen nun konkret ändern wird, ist noch unklar. Die Rechtslage zur Benutzung von Schalldämpfern ist in den verschiedenen Bundesländern uneinheitlich. Während sie in einigen Ländern durch das Landesjagdgesetz generell verboten sind, ist der Einsatz von Schalldämpfern bei der Jagd in anderen Ländern ganz legal; woanders ist wiederum die Erlaubnis der Behörden erforderlich. Deren Entscheidungen sind aber immer wieder Grundlage für Gerichtsverfahren (wir berichteten).

Zusätzlich hat Bouffier laut einer Mitteilung des Landesjagdverbands Hessen angekündigt, weiter über die Schonzeiten für Fuchs und Waschbär reden zu wollen. Erst vergangene Woche hatte Hessens grüne Umweltministerin Priska Hinz per Ausnahmegenehmigung die Schonzeit für Fuchs, Marderhund, Waschbär und Mink in der Rhön bis Ende August ausgesetzt (wir berichteten). Durch das „grüne“ Landesjagdgesetz in Hessen waren zuvor umfangreichere Schonzeiten eingeführt worden, die nun offenbar zu Problemen führen: Die Artenvielfalt im Biosphärenreservat Rhön ist durch räuberische Arten wie den Waschbär akut bedroht (wir berichteten).

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