„Born Free“: Neue britische Regierung soll Jagdtourismus verbieten

Riedbock in Afrika

Foto: Dr. Ludwig Siege / Riedbock

Tierrechtsorganisationen unter Federführung der britischen "Born Free Foundation" setzen ihre Kampagne für ein Verbot der Afrikajagd fort. Jetzt haben sie die neue Umweltministerin Englands, Andrea Leadsom, gedrängt, durch ein Jagdverbot den Schutz des Wildes in Afrika zu verbessern.

Will Travers, Präsident und Geschäftsführer der "Born Free"-Stiftung, sagte: "Viele Jahre lang haben wir Politiker, Vollzugsbehörden und die Öffentlichkeit mit der Brutalität dieses so genannten 'Sports' konfrontiert." Nun fordert die englische Stiftung ein Moratorium der Trophäenjagd. Schon in den letzten Monaten war die Stiftung treibende Kraft bei Kampagnen für Einfuhrverbote von Jagdtrophäen im EU Parlament (wir berichteten) und der Kommission (wir berichteten) in Brüssel. Diese Versuche waren vergeblich. Auch die Weltnaturschutzunion IUCN sowie der WWF (wir berichteten) hatten in Dokumenten darauf hingewiesen, dass nachhaltige Jagd ein wichtiges Instrument zur Erhaltung der frei lebenden Wildtiere in Afrika sein kann.

Wichtiger finanzieller Förderer von "Born Free" und seit Jahren eng mit der Stiftung verbunden ist interessanterweise der Hersteller des Jägerautos Landrover. Dazu sagte Will Travers: „Die 'Born Free Foundation' ist überall an vorderster Front zu finden, wo es um Schutz und Tierwohlfahrt geht, und wir vertrauen dabei auf Landrover, um an diese Fronten zu kommen."

Wenn die Stiftung sich nicht gerade für ein Verbot der Jagd einsetzt, widmet sie sich überwiegend öffentlichkeitswirksamen Tierschutzthemen. So hat sie europäische Zoo- und Zirkuslöwen mit Hilfe von Landrover nach Afrika gebracht, wo die Tiere jetzt in einem Zoo in Malawi leben.

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