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Blinde Zerstörungswut: Jagdgegner demolieren Dutzende Hochsitze

In den vergangenen drei Wochen haben Unbekannte in den baden-württembergischen Landkreisen Mengen, Riedlingen und Wilfingen immer wieder nachts Hochsitze umgeworfen – inzwischen sind es 43. Ein Großteil der Hochstände wurde dabei zerstört. Die betroffenen Jäger haben laut einem Bericht der Schwäbischen Zeitung aufgrund der entstandenen Schäden Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.

Ein betroffener Jäger, der aus Angst vor den Tätern unbekannt bleiben will, sagte gegenüber der Schwäbischen Zeitung: „Da auch andere Reviere betroffen sind, gehe ich davon aus, dass die Täter nichts gegen mich persönlich haben, sondern gegen die Jagd im Allgemeinen.“ In seinem Revier seien insgesamt Schäden in Höhe von 4000 Euro entstanden. Er geht von einer größeren Tätergruppe aus, denn „es müssen mehrere gewesen sein, die stark genug waren, die Hochsitze aus ihren Verankerungen im Boden zu reißen“.

Die Polizei rät den Jägern, sollte es zu einer Begegnung im Revier kommen, sich den Tätern in keinem Fall in den Weg zu stellen. Wie Polizeisprecher Fritz Bezikofer dem Bericht zufolge erklärte, sei es deutlich sicherer und sinnvoller, verdächtige Personen zu beobachten, das Kennzeichen zu notieren und die Polizei zu verständigen. „Auf keinen Fall sollten Jäger mit ihren Gewehren drohen, dann dreht sich die Sachlage nämlich ganz schnell gegen sie“, warnte Bezikofer. Die Polizei hat mittlerweile die Personen, die sich in der Gegend regelmäßig in Wäldern aufhalten, vor den Tätern gewarnt. Solange es allerdings keine konkreten Hinweise auf die Täter gebe, könne man wenig gegen die nächtlichen Aktionen unternehmen.

Dass engagierte Waidmänner auch ohne polizeiliche Hilfe Vandalen auf frischer Tat stellen können, zeigt eine wunderbare Geschichte aus Thüringen: Jäger klären Straftaten auf.

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