Biotopholz als Quelle der Vielfalt

Die Biotopholzstrategie „Xylobius“

(Bild: Dr. Burkhard Herzig, Wald und Holz NRW)

Moose, Pilzkonsolen, verrottendes Holz und lebende Bäume bieten zahlreichen Organismen in unseren Wäldern als natürliche Biotope abwechslungsreiche Lebensräume und auch Nahrung. (Bild: Dr. Burkhard Herzig, Wald und Holz NRW)

Moose, Pilzkonsolen, verrottendes Holz und lebende Bäume bieten zahlreichen Organismen in unseren Wäldern als natürliche Biotope abwechslungsreiche Lebensräume und auch Nahrung. Die nordrhein-westfälische Biotopholzstrategie mit dem etwas sperrigen Namen „Xylobius“ setzt den Schutz und die Erhöhung der biologischen Vielfalt in den Mittelpunkt. Dabei geht es um den Schutz von Biotop-Bäumen im Speziellen und intakte Waldökosysteme im Allgemeinen.

Leben und Vergehen liegen wie hier auch im Wald oft sehr nah beieinander. (Bild: Dr. Burkhard Herzig, Wald und Holz NRW)

Leben und Vergehen liegen wie hier auch im Wald oft sehr nah beieinander. (Bild: Dr. Burkhard Herzig, Wald und Holz NRW)

Etwa ein Drittel der Tierarten im Wald, darunter unterschiedliche Käferarten, Wildbienen sowie verschiedene Pilz- und Pflanzenarten sind speziell auf alte, absterbende oder tote Bäume angewiesen. Diese Lebewesen (Xylobionten) ernähren sich von Holz, bewohnen es oder verwenden Holzbestandteile zum Beispiel für den Nest- und Horstbau. Daraus leitet sich der Name der Biotopholzstrategie „Xylobius“ ab. In den vergangenen fünf Jahren haben die Försterinnen und Förster im Staatswald von Wald und Holz NRW über 23.000 Biotopbäume mit einer Masse von rund 90.000 Kubikmeter erfasst. Die Erhebung geschieht mittels einer von Wald und Holz NRW entwickelten App, der sogenannten "Biotopbaum-App", die sich auf den Revier-Toughpads der Kolleginnen und Kollegen befindet. Da in den unbewirtschafteten Waldflächen (Prozessschutzflächen), wie Naturwaldzellen und Wildnisentwicklungsgebieten bereits verschiedene Monitorings durchgeführt werden, erfolgt die Anwendung von „Xylobius“ nur im bewirtschafteten Wald. Damit trägt „Xylobius“ neben der Steigerung der Biodiversität auch der Vernetzung der sogenannten Prozessschutzflächen bei.

(Bild: Dr. Burkhard Herzig, Wald und Holz NRW)

Die Erhebung der Daten im Staatswald geschieht mittels einer von Wald und Holz NRW entwickelten App, der sogenannten "Biotopbaum-App", die sich auf den Revier-Toughpads der Försterinnen und Förster befindet. (Bild: Dr. Burkhard Herzig, Wald und Holz NRW)

„Dass die Revierleitungen trotz der Borkenkäferkalamität auch weiter fleißig Biotopbäume erfassen, ist eine beeindruckende Leistung“, so Dr. Burkhard Herzig, aus dem Team Geschäftsführung Staatswald und dem Team Produktentwicklung bei Wald und Holz NRW. Und er fügt hinzu: „Diese Biotopbäume werden geschützt und bis in die nächste Bestandesgeneration erhalten.

 

Download

Weitere Informationen zum Thema enthält die Broschüre „Xylobius - Biotopholz als Quelle der Vielfalt“, erhältlich hier.

 

Quelle: Wald und Holz NRW, 01. September 2021

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