Bienenjahr: Bescheidene Bilanz 

Imker verzeichnen hohe Verluste bei ihren Völkern. Schuld sind die Varroamilbe und der Klimawandel.

Bienen

Überdurchschnittlich hohe Verluste bei ihren Völkern verzeichnen derzeit viele Imker in Rheinland-Pfalz. Für das Bienenjahr 2015/16 ziehen sie daher nur eine bescheidene Bilanz. Zurückzuführen sei der hohe Verlust auf den milden Winter 2015/2016. Als Folge der warmen Temperaturen trete dann immer ein erhöhter Milbenbefall ein. „Es gibt Imker, die haben in diesem Winter alle ihre Völker verloren“, bestätigt Klaus Eisele, der Vorsitzende des Imkerverbands Rheinland-Pfalz gegenüber dem Onlineportal Focus.de

Auch in andern Regionen kämpfen Imker gegen das Bienensterben an. Mehr als 40 Prozent der Bienenvölker Brandenburgs haben nach Angaben des dortigen Imkerverbands den Winter nicht überlebt. Als Gründe nannte Verbandssprecher Holger Ackermann gegenüber dem rbb ebenfalls die Varroamilbe sowie die Ausbreitung von Mäusen und den Klimawandel.

Der vergangene kalte Winter 2016/17 hat den Insekten allerdings nicht geschadet. „Die Bienen, die überlebt haben, haben im nächsten Winter eine gute Chance“, erklärt Eisele weiter. Derzeit gehen die Bienen in die Brut. Ab Temperaturen um die zwölf Grad fliegen die Insekten dann wieder regelmäßig die ersten Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Blüten von Haselnuss und Weide an.

 Entgegen dieser schlechten Nachricht hat der Imkerverband aber auch Positives zu verkünden, denn die Imkerei liege derzeit voll im Trend. Zumindest im Bereich des Imkernachwuchses muss sich der Verband daher keine Sorgen machen.

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