Bald grünes Licht für besseren Gehörschutz

Im neuen Jagdgesetz des österreichischen Bundeslands Kärnten sollen Schalldämpfer für Langwaffen erlaubt werden.

Schalldämpfer

Jägerinnen und Jäger im österreichischen Bundesland Kärnten dürfen offenbar bei der Jagd künftig ihr Gehör besser schützen. Wie der ORF berichtet, sollen im neuen Kärntner  Jagdgesetz Schalldämpfer für Langwaffen erlaubt werden.

Jagdreferent Gernot Darmann von der FPÖ sagte dem Bericht zufolge, das neue Gesetz solle noch im Herbst beschlossen werden. Damit neben Berufsjägern aber auch alle Kärntner Jäger einen Schalldämpfer benutzen dürfen, müsse zudem noch das Waffengesetz geändert werden, also ein österreichisches Bundesgesetz (wir berichteten).

Der stellvertretende Landesjägermeister Sepp Mons wies gegenüber dem ORF darauf hin, dass Schalldämpfer nicht nur Jäger, sondern auch deren Hunde vor Lärm schützen. Außerdem ließen sich mit Schalldämpfern die Abschussquoten leichter erfüllen, da die Wildtiere die Herkunft eines Schussknalls deutlich schwerer orten können. So sei es den Jägern möglich, mehr Wild zu erlegen.

In mehreren deutschen Bundesländern ist die Verwendung von Schalldämpfern bei der Jagd bereits erlaubt. Zuletzt verschickte Mecklenburg-Vorpommern Innenminister Lorenz Caffier einen entsprechenden Erlass an die Waffenbehörden des Landes (wir berichteten). Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier kündigte im Mai an, dass sich in seinem Bundesland die Rechtslage zum Thema Schalldämpfer noch in diesem Jahr ändern werde (wir berichteten).

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