Aufregung nach Wolfsriss in der Schweiz

Wolf

Neun tote Schafe sind die traurige Bilanz einer Wolfsattacke in der Schweiz. Wie das Newsportal 1815.ch berichtet, sind bei Törbel auf einer Sommerweide acht Schwarznasenschafe von einem Wolf gerissen worden. Ein weiteres Tier musste aufgrund seiner schweren Verletzungen erlöst werden. Alexander Zuber, dem die rund einen Hektar große Weide gehört, ärgert sich vor allem über die Wolfssympathisanten: Die Verantwortlichen sollten sich nach einem Wolfsangriff endlich einmal vor Ort ansehen, wie die Schafe vom Raubtier zugerichtet wurden, sagte er 1815.ch. 

Die umzäunte Sommerweide liegt auf etwa 1700 Metern und wird seit mehreren Jahrzehnten an einen Schäfer vermietet. Durchquert wird die Weide, auf der bis zum Wochenende rund 20 Schwarznasenschafe grasten, von einem bei Touristen vor allem im Sommer beliebten Wanderweg.

Nach dem schrecklichen Fund am Sonntagmorgen habe der Schäfer die Herde von der Weide abgezogen, während die Kadaver dort verblieben. Zuber sieht weder den Schafsbesitzer noch sich selbst in der Pflicht, die auf dem Wanderweg liegenden Kadaver zu entsorgen – vielmehr fordert er die „Gruppe Wolf Schweiz“ auf, sich um die Beseitigung der toten Tiere zu kümmern. Denn wenn die Tierschützer die gerissenen Schafe mit eigenen Augen sähen, würden sie ihre Meinung zum Schutz des Wolfes womöglich ändern. 

Aus Angst vor weiteren Wolfsattacken stellt Landeigentümer Zuber zudem infrage, ob er in Zukunft überhaupt noch Nutztiere auf der Fläche weiden lassen kann. Im Gespräch mit 1815.ch beklagt Zuber: „Wird die Fläche nicht mehr beweidet, wird diese verbuschen. Die Weide ist dann nichts mehr wert.“

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