Aufgeschreckte Hirsche verirren sich in Kanal

In Landquart (Kanton Graubünden) sind vier Hirsche aus einem Kanal gerettet worden. Ein Tier konnte nur noch tot geborgen werden.

Landquart

Foto: Kantonspolizei Graubünden / Das Gebäude, in das die Hirsche flüchteten.

Im Schweizer Kanton Graubünden haben sich vergangenen Samstag fünf Hirsche in einen Kanal verirrt. Nur vier von ihnen überlebten das Unglück, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. Am Nachmittag hatte eine Anwohnerin die Polizei informiert, dass in Landquart flüchtende Hirsche in einen Kanal gesprungen waren und mitgerissen wurden. Die fünf Tiere trieben in ein Gebäude, in dem sich ein Auffanggitter befand. Der Kraftwerksbetrieb leitete daraufhin das Wasser im Kanal um – somit konnte einer der Hirsche über den entwässerten Kanal entkommen. Drei der Tiere retteten sich über den Rechen und ein Förderband in den oberen Stock des Gebäudes, wo sie allerdings im Bedienungsraum eingeschlossen waren.

Um den ängstlichen Hirschen eine eigenständige Flucht zu ermöglichen, richteten Polizei und Wildhut einen Fluchtweg ein. So entkamen die drei eingesperrten Tiere in der Nacht zum Sonntag aus dem Gebäude. Ein weiterer Hirsch, der zuvor vom Auffanggitter aufgehalten worden war, konnte nur noch tot geborgen werden.

Polizei und Wildhut vermuten, dass Spaziergänger oder freilaufende Hunde die Hirsche aufgeschreckt hatten. Für Wildtiere sind solche Begegnungen, vor allem im Winter, mit großem Stress verbunden und enden nicht selten tödlich. Immer wieder appellieren Jäger daher an Hundehalter und Waldbesucher, sich den Wildtieren gegenüber rücksichtsvoll zu verhalten (wir berichteten).

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