Auch Bulgarien baut eine ASP-Barriere

An der Grenze zu Rumänien soll aus Angst vor der Ausbreitung der Schweinepest ein 133 Kilometer langer Zaun gebaut werden.

Wildschwein

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) setzt jetzt auch Bulgarien auf die Errichtung eines Schutzzauns. Wie krone.at berichtete, soll entlang der Grenze zu Rumänien ein 133 Kilometer langer Zaun aus Draht entstehen, der infiziertes Schwarzwild vom Eindringen abhalten soll. Die Schweinepest hat sich dem Bericht zufolge bereits auf bis zu 60 Kilometer an die bulgarische Grenze angenähert.

Nachdem Tschechien bereits im vergangenen Sommer einen Elektrozaun als ASP-Barriere errichtet hatte (wir berichteten), gab auch Polen in diesem Frühjahr bekannt, sich mithilfe eines bis zu 1000 Kilometer langen Zauns gen Osten abschotten zu wollen (wir berichteten). Das dänische Parlament votierte im Juni für einen Zaun, der Wildschweine an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland aufhalten soll (wir berichteten).

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Laut krone.at wird seit Montag das Terrain auf der bulgarischen Seite der Grenze zu Rumänien geräumt, um den Bau des Zauns vorzubereiten. Obwohl im Grenzgebiet noch keine ASP-Fälle aufgetreten seien, hätten bulgarische Veterinäre den dortigen Schweinezüchtern bereits geraten, ihre Tiere zu schlachten.

Die Furcht vor der Tierseuche veranlasste Politiker und Behörden in Osteuropa bereits zu ungewöhnlichen Maßnahmen. So schickte die tschechische Polizei speziell geschulte Scharfschützen auf Schwarzwild-Jagd (wir berichteten) und in Polen verkündete der Präsident, dass Jäger Sonderurlaub bekämen, wenn sie diesen dazu nutzen, Wildschweine zu bejagen (wir berichteten).

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