ASP-Fälle steigen auf 65

Mehrere tote sowie möglicherweise erkrankte Sauen auf Oderinsel vor Küstrin-Kietz entdeckt

Auf dieser Oderinsel vor Küstrin-Kietz (hier gelb markiert), wurden ca. 30 zum Teil schon verendete Wildschweine durch Drohnen gefunden (Quelle: Screenshot GoogleMaps)

Auf dieser Oderinsel vor Küstrin-Kietz (hier gelb markiert), wurden ca. 30 zum Teil schon verendete Wildschweine durch Drohnen gefunden (Quelle: Screenshot GoogleMaps)

Nachdem bereits am Freitag (09.10.2020) zwei neue ASP-Fälle, jeweils einer im Landkreis Oder-Spree und im Landkreis Spree-Neiße, bestätigt worden waren, meldet heute (12.10.2020) das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), dass das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – zehn weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg anhand entsprechender Proben nachgewiesen hat.

Auch hier lagen die Fundorte allesamt im ersten Kerngebiet:  acht Wildschweine wurden im Landkreis Oder-Spree, zwei im Landkreis Spree-Neiße gefunden. Damit stieg die Anzahl der bisher bestätigten ASP-Fälle auf insgesamt 65.

Bei einer großangelegten Suche im Landkreis Märkisch-Oderland, bei der am vergangenen Samstag (10.10.2020) das 45 km² große Kerngebiet mit 300 Einsatzkräften intensiv nach verendeten Wildschweinen abgesucht worden war, kam auch moderne Suchtechnik in Form von Drohnen, die mit Wärmebildgeräten ausgestattet waren, zum Einsatz. So wurde auf der Oderinsel vor Küstrin-Kietz eine größere Anzahl Wildschweine – sowohl mit toten als auch möglicherweise an ASP erkrankten Tieren - entdeckt.

Unter Hinzuziehung von Experten des FLI wird derzeit die weitere Vorgehensweise durch die zuständige Behörde im Landkreis geklärt. Ziel sei es, die Rotte zu isolieren und damit eine Verbreitung der Tierseuche zu verhindern, heißt es aus dem BMEL.

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. 




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