Afrikanische Schweinepest erstmals in Tschechien

Agrarminister bestätigt: Bei zwei Wildschweinen in Ostmähren wurde die gefährliche Viruserkrankung festgestellt.

Wildschweine im Fluss

Symbolbild: Michael Tetzlaff

In Tschechien ist bei zwei Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden. Damit ist die hochgefährliche Viruserkrankung erstmals in dem Land aufgetreten.

Wie das tschechische Radio berichtete, wurde die Krankheit bei zwei Tieren in der Region um die Stadt Zlín (Mähren) entdeckt. Agrarminister Marian Jurečka bestätigte dies. In einem Umkreis von zehn Kilometern rund um den Fundort der toten Wildschweine werde eine Sperrzone eingerichtet. 5000 Schweinen aus einem nahegelegenen landwirtschaftlichen Betrieb sollten Blutproben entnommen werden. Ein Sprecher der Veterinärbehörden wies dem Bericht zufolge darauf hin, dass Menschen beim Konsum von Schweinefleisch „nicht die geringste Gefahr“ drohe.

Die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, ist eine Viruserkrankung, die nicht nur für Wildschweine, sondern auch für Hausschweine meistens tödlich endet. Insbesondere in Osteuropa breitet sich die Seuche immer weiter aus (wir berichteten). Die Infektion führt bei europäischem Schwarzwild zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Was Jäger und Reisende über die Krankheit wissen sollten, hat Dr. Sandra Blome vom Friedrich-Loeffler-Institut im Gespräch mit Outfox-World erläutert.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) appellierte unterdessen an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. „Bei Auffälligkeiten im eigenen Revier sollte unverzüglich das Veterinäramt informiert werden“, sagte DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe laut einer Pressemitteilung.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!