Abgetrennte Rehköpfe geben Rätsel auf

Reh

Symbolbild: René Alexander

Die Einwohner der österreichischen Gemeinde Gallneukirchen sind verunsichert. Innerhalb von einer Woche wurden dort gleich zweimal abgetrennte Rehköpfe gefunden – mitten im Ort. Den ersten Fund machte der Leiter der Genossenschaftsjagd, Friedrich Affenzeller. Er vermutete zunächst, dass Hunde oder Füchse den Kopf verschleppt hätten, der möglicherweise als Nahrung für Raubwild im Wald zurückgelassen wurde. Nach dem zweiten Fund sei Affenzeller allerdings stutzig geworden, schreibt nachrichten.at.

Affenzeller hat festgestellt, dass die Köpfe „fachmännisch“ mit einer scharfen Klinge abgetrennt wurden und vermutet daher eine gezielte Provokation. Für die Jäger der Umgebung legt Affenzeller unterdessen seine Hand ins Feuer: „Wir stehen in gutem Einvernehmen, auch da kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Jäger so etwas tut.“

Der Landesjagdverband und Berzirksjägermeister Franz Brunner gehen davon aus, dass jemand ganz bewusst das Image der Jäger angreifen wolle und bitten daher um erhöhte Wachsamkeit. Waidfrauen und –männer der Umgebung sollen verdächtige Beobachtungen der Polizei melden. Der Landesjagdverband vermutet hinter den Taten Wilderer, die ein Zeichen setzen wollten. Sie wollten den Jägern sagen: „Ich hole mir euer Wild und ihr könnt’s nichts dagegen machen", heißt es.

Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Fällen von Jagdwilderei. Dazu gehört nicht nur das Töten von Tieren in fremden Revieren. Auch das Mitnehmen von Geweihen oder toten Tieren, zum Beispiel nach einem Autounfall, ist strafbar.

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