Jagdbehörde erlaubt künstliches Licht bei der Jagd auf Schwarzwild

Es werde Licht! In Rheinland-Pfalz hebt die Obere Jagdbehörde das Verbot von künstlichen Lichtquellen bei der Schwarzwildjagd auf.

Wildschweinrotte in der Nacht

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Ab sofort dürfen in Rheinland-Pfalz künstliche Lichtquellen bei der Jagd eingesetzt werden. Um der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wirksam vorzubeugen, wird die Bejagung des Schwarzwildes erleichtert. Die Obere Jagdbehörde gab im Staatsanzeiger des Landes bekannt, dass die Verwendung ab sofort und „bis auf Widerruf“ gestattet sei.

Die Ausnahmeregelung umfasst allerdings nur solche Lichtquellen, die nicht mit der Waffe oder dem montierten Zielfernrohr verbunden sind. Nachtzielgeräte, Zielpunktprojektoren und ähnliche Ausrüstung sind nach wie vor verboten. Ihre Verwendung ist weiterhin ein Straftatbestand! Die Obere Jagdbehörde begründet ihre Entscheidung mit der drohenden Afrikanischen Schweinpest. Eine Einschleppung könne nur über die nachhaltige Reduktion der Schwarzwildbestände verhindert werden. Zu diesem Zweck werde die Bejagung mit künstlichem Licht vereinfacht.

Ähnlich wie Rheinland-Pfalz, ergreifen auch andere Bundesländer Maßnahmen gegen die ASP. In Nordrhein-Westfalen wird seit kurzem die Trichinenschau bei Frischlingen subventioniert (wir berichteten). Durch die geringeren Gebühren erhofft man sich einen verstärkten Abschuss in der Jugendklasse.

Ausführliche Informationen zur ASP finden Sie hier:
ASP im Fokus (I): Die Jäger und die Seuche
ASP im Fokus (II): Das schafft keine Sau
ASP im Fokus (III): Das Schwarzwild, die Seuche und die Politik
ASP im Fokus (IV): Die Seuche lässt kaum Überlebenschancen
Afrikanische Schweinepest: Handeln auf allen Ebenen
Afrikanische Schweinepest: Jäger stärker gefordert
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