Wildschwein

Foto: Dieter Hopf

Anklage: Bauer überfuhr vier Wildschweine mit seinem Geländewagen

Nach einem Geständnis klagt die Staatsanwaltschaft einen 55-jährigen Aargauer wegen mehrfacher Tierquälerei an. Der Schweizer gab zu, im Oktober drei Frischlinge getötet und ein Muttertier schwer verletzt zu haben. Das Auftauchen von rund 20 Wildschweinen auf seinem Feld habe ihn so wütend gemacht, dass er einen „Blackout“ erlitten habe, sagte er der Staatsanwaltschaft laut einem Bericht der Neuen Züricher Zeitung.

Nach diesem „Blackout“ setzte er sich hinter das Steuer seines Wagens und verfolgte die Tiere auf seinem Feld. Mehrere Wildschweine konnten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft retten. Die drei Frischlinge und das Muttertier allerdings nicht. Die Frischlinge sollen dem Bericht zufolge umgehend gestorben sein, die Bache blieb allerdings mit einem gebrochenen Rückgrat auf dem Feld liegen. Erst am folgenden Morgen wurde sie durch einen tödlichen Schuss von ihrem Leid erlöst. 

Mit welcher Strafe der Bauer zu rechnen hat, steht bisher nicht fest. Dies soll erst im Laufe des Prozesses geklärt werden. Der 55-jährige wurde kurz nach der Tat von der Polizei ermittelt – und gestand recht schnell. In einem ähnlich entsetzlichen Fall war im Dezember ein Deutscher aus Sachsen-Anhalt zu einer Strafe von 14.000 Euro verurteilt worden. Er hatte mit seinem Auto vorsätzlich 13 Frischlinge überfahren.

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