5.000 Euro für den bayerischen Jägerpräsidenten

Neue Zahlen zur Affäre um den bayerischen Jägerpräsidenten: Es geht vor allem um 5.000 Euro Aufwandsentschädigung – pro Monat und angeblich steuerfrei. Einen Rücktritt schließt Jürgen Vocke nun nicht mehr aus.

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbands Jürgen Vocke

Foto: BJV

Am 26. Oktober dürfte sich entscheiden, wie es mit der Präsidentschaft von Jürgen Vocke weitergeht. Die Delegierten des Bayerischen Jagdverbands sind zu einer außerordentlichen Vollversammlung geladen. Einziger Tagesordnungspunkt: Der Bericht des Wirtschaftsprüfers zu den Finanzen des Vereins.

„Sollte sich herausstellen, dass es tatsächlich zu Versäumnissen gekommen ist, werde ich das Amt niederlegen“, zitiert die Süddeutsche den 75-jährigen Präsidenten, der seit 25 Jahren Bayerns Jäger repräsentiert.

Neben dem Ehrensold für Vocke geht es schließlich auch um pikante Details am Rande. Zum Beispiel um Rechnungen einer Hundepension für die Beherbergung des Präsidenten-Dackels. Oder um den Einkauf von Keksen. Eher ins Jäger-Geld geht demgegenüber Vockes neuer Dienstwagen für knapp 87.000 Euro. Laut Süddeutscher Zeitung soll das Auto erst bestellt worden sein, nachdem der BJV-Präsident vor seiner jüngsten Erklärung bereits angekündigt hatte, spätestens im Frühjahr 2020 aus dem Amt zu scheiden.

Ob die Wirtschaftsprüfer das Dienstfahrzeug zum „Geldwerten Vorteil“ rechnen, der steuerpflichtig wäre, gehört zu den spannenden Fragen der außerordentlichen Delegiertenversammlung. Zudem hat der Polizeibeamte Andreas Ruepp als Mitglied des BJV-Präsidiums Strafanzeige wegen des Verdachts auf Untreue gestellt (wir berichteten).

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