35 Kilometer E-Zaun gegen Wolfsangriffe

Elektrozaun soll Schafe auf dem Deich vor Wölfen schützen

Schafherde auf einem Deich (Foto: Julia Schwab)

Schafherde auf einem Deich (Foto: Julia Schwab)

Der Deichverband Osterstader Marsch hat ein neues Projekt zum Schutz von Schafen gegen Wolfsangriffe gestartet, das vom Niedersächsischen Umweltministerium mit 375.000 Euro gefördert wird. Im Bereich der Osterstader Marsch entsteht ein 35 Kilometer langer Elektrozaun am rechtsseitigen Weserhauptdeich. Das Land erhofft sich von dem Projekt „Antworten auf die Frage, wie ein wolfsabweisender Schutz für Schafe auf dem Deich aussehen kann“, so Umweltstaatssekretär Frank Doods. Eine Projektgruppe mit Vertretern des Ministeriums, dem Deichverband, Schäfern, dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und dem Landkreis wird den Betrieb begleiten und am Ende bewerten.

In der Vergangenheit wurden immer wieder auch Schafe auf Deichen von Wölfen gerissen. „Deiche ohne Schafe sind aber undenkbar“, so Staatssekretär Doods, „sie pflegen die Deiche landesweit, das ist gute und fachlich anerkannte Praxis. Darum müssen sie vor Wolfsangriffen geschützt werden. Wir können aber nicht alle Deiche einzuzäunen, das wäre utopisch.“ Schließlich müssten rund 1200 Kilometer Deichlinie eingezäunt werden - für rund 30 Millionen Euro. „Darum soll dieses Projekt uns wichtige Hinweise geben, ob die Anforderungen der besonderen Herausforderung des Herdenschutzes am Deich technisch und finanziell lösbar sind“, so Doods. Der Elektrozaun soll mindestens bis zum Jahr 2024 Instand gehalten werden.

Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz vom 26. August 2020, Hannover

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