Christian Schmidt: 20 Prozent Ökolandbau sind das Ziel

Wie ein solcher Meilenstein erreicht werden kann, diskutierte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt mit Bioland-Bauern in Fulda. 

Biolandwirtschaft

„Ich will es noch zu meinen politischen Lebzeiten erreichen, dass 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch bewirtschaftet wird“, sagte Christian Schmidt vor den 180 Delegierten von Bioland und machte für die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung stark.

Eine Zukunftsperspektive für rund 40.000 landwirtschaftliche Betriebe könnte durch die Umstellung auf den Biolandbau geschaffen werden. Der Mehrwert für die Gesellschaft: über zwei Millionen Hektar Ökofläche garantieren mehr Tierwohl, schützen die Artenvielfalt und das Klima.

„Die Zukunftsstrategie ist ein guter Anfang“, sagte Bioland-Präsident Jan Plagge ebenfalls auf der Veranstaltung. Der Biolandbau biete in Deutschland noch ein großes Potential für eine umweltverträgliche und zukunftsfähige Landwirtschaft, das bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sei, wird Plagge in einem top-agrar-Bericht zitiert.

Ebenfalls Thema war die Revision der EU-Ökoverordnung: Plagge forderte die Bundesregierung auf, sich für einen Stopp der Revision einzusetzen und stattdessen eine Weiterentwicklung des bestehenden Ökorechts voranzutreiben. „Ein neues Bio-Recht muss die Entwicklung des Biolandbaus in Europa fördern, anstatt sie zu behindern“, betonte der Bioland-Präsident. Die Weiterentwicklung der bestehenden EU-Ökoverordnung präferierte auch der Minister und hob hervor: „Lieber habe ich den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“  Zudem wiederholte Schmidt sein politisches Vorhaben, kleine und mittlere Betriebe zu erhalten, damit die Basis im ländlichen Raum nicht verloren gehe. 

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