18 Stück Damwild in Gehege gerissen

Nächster Rissvorfall in bayerischem Wildgehege. Begründeter Verdacht auf Wolf als Verursacher.

Damwild in einem Gehege (Beispielbild: Volker Glätsch)

Damwild in einem Gehege (Beispielbild: Volker Glätsch)

In der Nacht vom 02. zum 03.03.2021 sind im Umfeld des Veldensteiner Forstes (Oberfranken) in einem Damwildgehege 18 Tiere tot aufgefunden geworden. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art in der Region binnen einer Woche. Bereits am vergangenen Samstag, den 27.02.2021, hatte ein Wildtierhalter im Landkreis Bayreuth drei Rothirsche und vier Mufflons tot in seinem Wildgehege aufgefunden (wir berichteten).

Mitglieder des Netzwerks Große Beutegreifer haben die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. Die aufgefundene Situation und Rissbilder deuten auf „Wolf“ als Verursacher hin. Genauere Erkenntnisse werden von der Analyse der genetischen Proben am nationalen Referenzlabor erwartet. Die Einzäunung wies keinen gesonderten Schutz vor Wolfsübergriffen auf. Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat Sofortschutzmaßnahmen zur Sicherung des Geheges eingeleitet. Frische Wolfsspuren am Schutzzaun des Wildgeheges vom jüngsten Übergriff am 27.02.2021 belegen die Wirksamkeit der dort installierten Sofortschutzmaßnahmen. Das LfU stellt kurzfristig verfügbares Zaunmaterial für Nutztierhalter in der Region zur Verfügung. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert.

 

Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, 04. März 2021, Augsburg

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