13 zerstörte Hochsitze innerhalb weniger Tage

Ist die „Animal Liberation Front“ (ALF) für die Zerstörung von Hochsitzen in Südhessen und Niedersachsen verantwortlich?

Ein umgeworfener Drückjagdbock (Beispielbild: iStock.com/DE1967)

Ein umgeworfener Drückjagdbock (Beispielbild: iStock.com/DE1967)

Vier Hochsitze bei Gödenstorf angezündet

Am Sonntagabend (22.11.2020) zündeten Unbekannte mehrere Hochsitze im niedersächsischen Gödenstorf (Landkreis Harburg) an. Dies meldeten Zeugen der Feuerwehr kurz vor 21 Uhr, wie die Polizeiinspektion Harburg berichtet.

Insgesamt sind vier Hochsitze, die sich außerhalb der Ortschaft, links und rechts der Lübberstedter Straße befanden, Opfer der Flammen geworden. Der Gesamtschaden wird von der Polizei auf rund 5.000 Euro geschätzt.

Der Zentrale Kriminaldienst in Buchholz hat die Ermittlungen dazu übernommen. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die in der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr beobachtet worden sind, bitte an die Telefonnummer 04181 2850.

Neun Hochsitze im Wald bei Viernheim zerstört

Bereits im Zeitraum zwischen Donnerstag (19.11.2020) und Freitag (20.11.2020) wurden insgesamt neun Hochsitze im Wald des südhessischen Viernheims (Kreis Bergstraße) mutwillig zerstört, berichtet das Polizeipräsidium Südhessen. Die Beamten haben die Ermittlungen aufgenommen und hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Hochsitze wurden angesägt, umgeworfen und teilweise komplett zerstört. Auf drei der Hochsitze wurde die Abkürzung „A.L.F.“ der militanten Tierrechtsorganisation „Animal Liberation Front“ mit schwarzer Farbe geschmiert. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen insgesamt mehrere tausend Euro. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung. Die Polizei schließt einen Tatzusammenhang zu weiteren zurückliegenden und gleichgelagerten Fällen in Südhessen derzeit nicht aus.

Die Kriminalpolizei in Darmstadt ist mit den Fällen betraut. Zeugen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit den Beamten des Zentralkommissariats 10 (ZK 10), unter der Rufnummer 06151/9690, in Verbindung zu setzen.

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