Wolfsindividualisierungen liegen vor

Risse bei Großkampenberg und Irrhausen gehen auf denselben Wolf zurück. Ansässiger Wolf im Westerwald erneut bei Oberölfen nachgewiesen.

Wolf mit einem Rehlauf im Fang (Beispielbild: Insa Osterhagen)

Wolf mit einem Rehlauf im Fang (Beispielbild: Insa Osterhagen)

Das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen hat durch die Individualisierung der DNA-Proben bestätigt, dass die Risse bei Großkampenberg und Irrhausen Mitte Juli dieses Jahres auf denselben Wolf zurückgehen. Der männliche Wolf GW1554m stammt aus dem Herzlake Rudel aus Niedersachsen und konnte im Januar 2020 erstmalig anhand einer Kotprobe bei Lorup nachgewiesen werden. Zuletzt war er in den Niederlanden und in Belgien bestätigt worden.

„Wir nehmen die Sorgen der Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter in der Region ernst und prüfen im Moment die Erweiterung des Präventionsgebietes ‚Pufferzone Eifel‘ zu NRW und Belgien“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken.
Die Individualisierung für den Wolfsriss bei Roscheid und die Ergebnisse zu dem Riss bei Körperich stehen noch aus.

Sesshafter Wolf GW1159m bei Oberölfen bestätigt
Das Senckenberg Forschungsinstitut hat zudem aufgrund eines Rissereignisses bei Oberölfen den männlichen Wolf GW1159m bestätigt. Dieser ist im Westerwald sesshaft und konnte in Rheinland-Pfalz im Dezember 2019 erstmals bei Linz am Rhein anhand einer Kotprobe nachgewiesen werden. „Den Westerwald haben wir bereits 2018 vorsorglich als Wolfspräventionsgebiet ausgewiesen. Halterinnen und Halter von Schafen, Ziegen und Gatterwild haben innerhalb eines Präventionsgebietes die Möglichkeit, Förderungen für Präventionsmaßnahmen wie wolfssichere Zäune oder Herdenschutzhunde zu beantragen“, erklärte Höfken abschließend.

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