Wolfshybride aus Belarus in der Eifel eingefangen

Ein aus Gefangenschaft stammender und gechipter Hybrid-Wolf-Rüde folgte einer Gruppe Wanderer

Ob es sich um einen echten Wolf oder einen Wolfshybriden handelt, ist mit dem bloßen Auge oftmals nicht zu erkennen (Beispielbild: 3Dinaani)

Ob es sich um einen echten Wolf oder einen Wolfshybriden handelt, ist mit dem bloßen Auge oftmals nicht zu erkennen (Beispielbild: 3Dinaani)

Am 26. September 2020 konnte in der Eifel bei Monschau (Städteregion Aachen) ein wolfsähnliches Tier eingefangen werden, welches einer Wanderergruppe über mehrere Stunden gefolgt war. Der zwei bis drei Jahre alte, unkastrierte Rüde verhielt sich Menschen gegenüber zwar scheu, aber nicht aggressiv. Bei der tierärztlichen Untersuchung wurde ein Transponderchip gefunden, der eindeutig belegt, dass dieses Tier nicht aus der freien Wildbahn, sondern aus menschlicher Obhut stammt. Über die Chipnummer ließ sich eine Herkunft aus Belarus zurückverfolgen. Eine Anfrage bei den belarussischen Behörden wurde hinterlegt, um den konkreten Halter ermitteln zu können. Wie das Tier aus Belarus bis in die Eifel gelangte ist unbekannt.

Da unklar war, ob es sich um einen wolfsähnlichen Hund oder um einen Wolf handelte, wurden genetische Proben des Tieres im Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass es sich um einen Wolfshybriden handelt, da dieses Individuum auch genetische Merkmale von Haushunden trägt, die vor drei Generationen eingekreuzt worden waren. Genetisch unterscheidet er sich eindeutig von der mitteleuropäischen Wolfspopulation. Momentan befindet sich der Rüde auf behördliche Veranlassung in einer artgerechten Unterbringung. Eine Freilassung kommt nicht in Betracht.

Quelle: Pressemitteilung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) vom 29. Oktober 2020, Recklinghausen



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