Wildschwein-Meldesystem ein großer Erfolg

Jagdreviere vernetzten sich zur Wildschadensvermeidung und effektiveren Bejagung des Schwarzwildes

Schwarzwild kann große Schäden in der Landwirtschaft und im Wald verursachen (Foto: Dieter Hopf)

Schwarzwild kann große Schäden in der Landwirtschaft und im Wald verursachen (Foto: Dieter Hopf)

Seit Mai 2017 ist das Meldesystem “Bürgerplattform Wildtiere in Bayern (WilTiB)“ im südlichen Landkreis Ostallgäu auf Initiative des Staatsjagdrevieres Sulzschneider Wald der Bayerischen Staatsforsten installiert worden. Alle Beteiligten, die einen Zugriff zum Meldesystem haben, können Wildschäden durch Wildschweine auf der Feldflur, auf Äckern und im Wald, Abschüsse und Beobachtungen von Schwarzwild zeitnah melden.

„Der Arbeitskreis umfasst vierzig Jagdreviere im Ostallgäu sowie im Landkreis Weilheim-Schongau. Von den Gemeinden Lengenwang im Westen bis Burggen im Osten. Von Roßhaupten im Süden bis Marktoberdorf im Norden“, freut sich Berufsjäger Wolfgang Schweiger, der für die Bayerischen Staatsforsten die Plattform maßgeblich organisiert hat. Schweiger erklärt: „Als Melder sind Jäger, Jagdpächter, Landwirte, Jagdvorstände und Förster beteiligt. Die Meldungen werden in digitale Karten eingetragen und können zeitscharf von allen Beteiligten eingesehen werden. Dieses System dient der besseren Zusammenarbeit unter den Jagdrevieren und der Optimierung der Bejagung, was letztendlich zur Vermeidung und Minimierung der Wildschäden auf den Grünlandflächen und den Maisäckern führen soll und wird.“

„Dem nicht berechenbaren und unsteten Auftreten der Wildschweinrotten ist nur durch eine zeitnahe und gezielte Information zwischen den Revieren und über Reviergrenzen hinweg zu begegnen. Auch in Bezug auf die in Osteuropa grassierende Afrikanische Schweinepest ist eine enge Zusammenarbeit unter den Revieren wünschenswert und notwendig“, zeigt sich Schweigers Chef, Forstbetriebsleiter Jann Oetting überzeugt. „Das funktioniert mit unseren Nachbarn sehr gut. Bedauerlicherweise gibt es aber auch einige Jagdreviere, die sich aus mir unerklärlichen Gründen an diesem Meldesystem nicht beteiligen.“  

 

Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Staatsforsten vom 18. März 2020, Sulzschneid

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