„Wald und Wild gehören zusammen“

Mit der „Pirmasenser Erklärung – Waldumbau und Jagd im Klimawandel“ des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. positioniert sich der Verband deutlich in der aktuellen Diskussion zum notwendigen Waldumbau. Darin gibt der LJV den Forderungen nach drastischen Abschüssen von Rot- und Rehwild als Allheilmittel zur Rettung der Wälder eine klare Absage. 

Ein junger Hirsch im Wald.

Ein junger Hirsch im Wald. (Quelle: Becker/LJV RLP)

Unsere Wälder spüren die Auswirkungen des von Menschen verursachten Klimawandels. Trockenheit, Schädlinge, Stürme und Waldbrände setzen ihm zu. Der Umbau hin zu klimastabilen Wäldern ist notwendiger denn je. „Die derzeitige Diskussion ist bundesweit jedoch geprägt von einseitigen Forderungen nach deutlich steigenden Tötungen der Wildtiere, die durch ihr Nahrungsverhalten Einfluss auf die Waldvegetation haben könnten“, erklärt LJV-Präsident Dieter Mahr. „Der Ausspruch ‚Wald vor Wild!‘ beschreibt die Kernforderung der Forstwirtschaft und weist damit allein der Jagd die Verantwortung zu. Die rheinland-pfälzische Jägerschaft sagt aber: Wald und Wild gehören zusammen!“

Präsidium, Vorstand und die Vorsitzenden der 24 Kreisgruppen des LJV geben mit der „Pirmasener Erklärung“ ihren Forderungen nach ökologisch leistungsfähigen und artenreichen Wäldern Nachdruck. „Wild darf nicht der Sündenbock für eine örtlich nicht standortgerechte, artenarme Waldwirtschaft sein. Aus diesem Grund fordern wir unter anderem, dass sich Jagdpolitik nicht alleine an den Interessen der Forstwirtschaft und der Waldbesitzer orientieren, sondern verstärkt aktuelle wildbiologische Erkenntnisse und ökologische Zusammenhänge in ihre Vorgehensweise miteinbeziehen muss“, so LJV-Präsident Mahr. Öffentlichen Finanzmittel zur Waldhilfe müssen über die Forstanpflanzungen hinaus in die Artenvielfalt, in Wildäsungsflächen, Jagdschneisen und die jagdliche Infrastruktur investiert werden, fordert der LJV.

Zudem fordert der Verband eine neue Qualität der Zusammenarbeit von Jagdrechtsinhabern (Waldbesitzern), Jägern und Förstern auf den Waldumbauflächen. Der Waldumbau muss planmäßig organisiert und umgesetzt werden. „Gegenseitiges Verständnis und Offenheit sind das Gebot der Stunde“, betont Mahr. „Wir brauchen Jägerinnen und Jäger, die etwas vom Wald verstehen und Forstleute, die etwas vom Wild verstehen.“

Die „Pirmasenser Erklärung“ verdichtet die Leitgedanken des Landesjagdverbandes, die im Positionspapier „Waldschäden und Waldwandel durch Klimastress – eine gemeinsame Herausforderung für Waldbau und Jagd“ dargelegt werden und hier zu finden sind: 

Pirmasenser Erklärung „Waldumbau und Jagd im Klimawandel“

Waldschäden und Waldwandel durch Klimastress – Eine gemeinsame Herausforderung für Waldbau und Jagd

Quelle: Pressemitteilung des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) vom 14. November 2019, Pirmasens

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