Tierschutz auch in Restriktionsgebieten gewährleistet

ASP: BMEL ermöglicht Schlachtung schlachtreifer Tiere und unterstützt Brandenburg bei Zaunbau

Zwei Schweine (Symbolbild: WP Chun)

Zwei Schweine (Symbolbild: WP Chun)

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg wurde vom Land ein Restriktionsgebiet eingerichtet. In diesem liegen über 300. Aus Tierschutzgründen ist es notwendig, dass auch diese Tiere geschlachtet werden können, da sonst zunehmend ein Platzproblem in den Ställen droht.

Tierschutz gewährleistet und Tierhalter entlastet

Auf Initiative der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, wurde erreicht, dass es nun Schlachtmöglichkeiten gibt: Das dazu erforderliche Verfahren bei der europäischen Kommission hat das Ministerium (BMEL) abgeschlossen. Damit ist nicht nur dem Tierschutz gedient, sondern die Tierhalter in den betroffenen Gebieten werden entlastet.

Die Hausschweinebestände in Deutschland sind weiterhin frei von ASP. Der Verzehr von Schweinefleisch ist unbedenklich.

Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt Brandenburg bei Zaunbau

Das BMEL unterstützt zudem das betroffene Bundesland Brandenburg beim Bau des festen Zauns an der Grenze zu Polen. Die Länder sind zuständig für die Finanzierung des Zaunbaus. Bundesministerin Julia Klöckner hat eine Co-Finanzierung seitens der Europäischen Union erreicht. Auf der Agrarministerkonferenz im September im Saarland hatten die Länder zudem zugesichert, untereinander solidarisch zu sein. Auch, was die gemeinschaftliche Finanzierung von Zaunbauten angeht.

Bundesministerium setzt sich für Einrichtung einer weißen Zone ein – Telefonat mit polnischem Amtskollegen

Ziel ist auch weiterhin, dass ein zweiter Zaun auf polnischer Seite errichtet wird, um eine sogenannte weiße Zone zu schaffen, die von Wildschweinen freigehalten werden soll. So soll die Ausbreitung der ASP verhindert werden. Dazu telefoniert Bundesministerin Julia Klöckner heute mit ihrem polnischen Amtskollegen.

 

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 15. Oktober 2020, Berlin

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