THW unterstützt bei Borkenkäfer-Bekämpfung

Einsatz des Technischen Hilfswerks im sächsischen Landeswald hat begonnen

Gut gerüstet für den Einsatz im Sachsenforst: Mitglieder des THW bei einer „Gemeinsamen Motorkettensägenausbildung“ (Quelle: THW LV SN, TH)

Gut gerüstet für den Einsatz im Sachsenforst: Mitglieder des THW bei einer „Gemeinsamen Motorkettensägenausbildung“ (Quelle: THW LV SN, TH)

Im Laufe des Septembers unterstützen ehrenamtliche Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW) die Revierförster und Waldarbeiter in den Forstbezirken des Erzgebirges und im Vogtland bei der Bewältigung der Borkenkäfer- Massenvermehrung. Auf Grundlage eines Amtshilfeersuchens des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft werden insgesamt bis zu 30 THW-Helfer aus Ortsverbänden des Landesverbandes Sachsen, Thüringen je nach Verfügbarkeit tageweise im Einsatz sein.

»Ich danke dem Technischen Hilfswerk und dem Umweltministerium für die Unterstützung«, zeigt sich Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, erkenntlich. »Wir erleben Waldschäden von historischem Ausmaß. Die Schäden durch Borkenkäfer sind 2020 nach den beiden Rekordjahren noch einmal angestiegen. Das ehrenamtliche Engagement der THW-Helfer für den Wald in Sachsen ist lobenswert.«

In den Forstbezirken arbeiten die THW-Helfer mit den Forstleuten zusammen, um von Borkenkäfer befallene Fichten zu finden und zu fällen. Anschließend werden die Stämme entrindet, wodurch die Entwicklung der Käfer gestoppt wird. Die THW-Helfer werden vor allem an Orten eingesetzt, wo noch wenige Bäume verteilt über größere Flächen befallen sind. Hier kann durch frühzeitige Maßnahmen eine flächige Ausbreitung effektiv verhindert
werden. Utz Hempfling: »Kleine Maßnahmen am Anfang können hohe Schäden am Ende verhindern. Von den Befallsstellen, die mit Hilfe des THW noch im September saniert werden, geht im nächsten Frühjahr keine Gefahr mehr aus.«

Bereits im Juni dieses Jahres kamen Bundeswehrsoldaten im sächsischen Landeswald zum Einsatz. Der mit Abstand größte Anteil der Waldschäden wird aber auch weiterhin durch die forstlichen Dienstleistungsunternehmen aus Sachsen und den benachbarten Bundesländern saniert. Spezielle Forstmaschinen erlauben die Aufarbeitung der großen Mengen und können die Schäden damit effektiv eingrenzen. Im Landeswald kommt darüber hinaus neben den Waldarbeitern auch eigene Maschinentechnik von Sachsenforst zum Einsatz.

Hintergrund Waldschäden

Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer haben in den vergangenen drei Jahren über acht
Millionen Kubikmeter Schadholz hinterlassen. Über 56.000 Hektar Wald aller Eigentumsformen wurden geschädigt. Die Waldbäume leiden auf tiefgreifend verdorrten
Waldböden unter zu geringen Niederschlägen. Schädlinge können sich in den geschwächten
Bäumen massenhaft vermehren.

Details und Hintergrundinformationen zur aktuellen Borkenkäfersituation finden Sie im
Internet im Waldportal des Freistaates Sachsen unter www.wald.sachsen.de/aktuellesituation-2020-8793.html. Informationen zu Sachsenforst und den genannten Angeboten erhalten Sie im Internet unter www.sachsenforst.de. Das Waldportal erreichen Sie unter www.wald.sachsen.de. Der Facebook-Auftritt von Sachsenforst kann unter www.facebook.com/Sachsenforst aufgerufen werden. Waldbesitzer finden umfangreiche Informationen zur Waldschadensbewältigung und zu
Unterstützungsmöglichkeiten im Waldbesitzer-Portal unter www.sachsenforst.de/waldbesitzer.

 

Quelle: Pressemitteilung des Staatsbetriebs Sachsenforst vom 08. September 2020, Dresden

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