Pressemitteilung von „Für die Schafhaltung UG“ (FDS UG) vom 21. Mai 2019, Winsen (Luhe)

Täuschungsmanöver von Schulze zum Abschuss von Wölfen!

„Verantwortungslos“: Weidetierhalter entsetzt über Wolfs-Possenspiel in der Bundesregierung.

Schafherde

Foto: anaterate

Die Wolfsschäden nehmen immer gravierendere Ausmaße an, hunderte Weidetierbetriebe stehen vor dem Aus und die Bundesregierung liefert ein Possenspiel. Wendelin Schmücker, Geschäftsführer der FDS UG, macht seinem Unmut Luft: „Seit Jahren fordern wir ein Wolfsmanagement und eine wirksame Gefahrenabwehr. Doch die Bundesregierung sieht dem Wolfstreiben tatenlos zu – das ist einfach nur noch verantwortungslos.“

„Im Ergebnis ist man also nicht weiter als zuvor“, zeigt sich Schmücker enttäuscht. Dabei dränge die Zeit, denn die Zahl der Wolfsangriffe auf Nutztiere sei um 66 Prozent gestiegen. Nahezu 1.700 Tiere wurden 2017 getötet, verletzt oder gelten als vermisst. Anscheinend bestehe kein ernsthaftes Interesse daran, das Wolfsproblem in den Griff zu bekommen.

„Strategie einer Koexistenz mit Wölfen ist grandios gescheitert!“

„Die europäische Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit diesem Raubtier ist grandios gescheitert und muss neu diskutiert werden.“ Eines der Probleme: „Gerade dort, wo Schafherden üblicherweise weiden, etwa auf langgezogenen Deichen, Naturflächen oder in Mittelgebirgen, lassen sich die Tiere nicht effektiv schützen und fallen angreifenden Wolfsrudeln zur Beute.“

Gesetzliche Schutzmaßnahmen haben versagt

Doch auch gut geschützte Herden sind nicht sicher: Selbst in Gegenwart von Herdenschutzhunden greifen Wölfe an – und das immer häufiger auch am Tag. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass die Anwesenheit von Menschen, die Nähe von Straßen und Siedlungen, sie nicht mehr abschreckt. Intelligent, wie sie sind, haben die Wölfe „gelernt“, dass sie privilegiert sind und ihre Attacken folgenlos bleiben.

Hier in Deutschland glaubt man, dieser Problematik durch höhere Zäune, Herdenschutzhunde oder durch Flatterband begegnen zu können, während man die Wolfsgehege mit drei Meter hohen Zäunen und Überhang sichert. Die Wundertüte Wolf sorgt dagegen immer wieder für Tatsachen und Überraschungen. Während man in Frankreich das „Wolfsmanagement“ für gescheitert erklärt hat, verlangt man von den Tierhaltern ein hoffnungsloses Wettrüsten gegen Wölfe.

Problembewusstsein kaum vorhanden

Wenn Politiker sich bei ihren Vorschlägen auf „Problemtiere“, Mischlinge und Entschädigungen konzentrieren: „Das geht an der Realität vorbei und wird der Dimension, die das Problem inzwischen angenommen hat, nicht im Mindesten gerecht.“ In Wirklichkeit sei es so, dass allein in Brandenburg mehr Wölfe leben als in Schweden, das längst eine Obergrenze eingeführt hat.

An einer Regulierung führt nach Ansicht der Weidetierhalter kein Weg vorbei. Ein guter Ansatz sei das Raumplanungskonzept des Deutschen Jagdverbandes (DJV), wonach in urbanen Gebieten oder bei Weidetierhaltung keine territorialen Wolfsrudel mehr geduldet werden sollten. Schmücker warnt: „Ohne Regulierung wird die Anzahl in den nächsten fünf Jahren auf fünfeinhalbtausend Wölfe in die Höhe schnellen – dann gerät die Situation außer Kontrolle. Die Politik muss endlich handeln und die nichtregulierte, experimentelle Raubtieransiedlung beenden!“

Zur weiteren Information im Kontext der Wolfsproblematik:

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