Problemwolf in Mecklenburg-Vorpommern

Monatelang hat eine Expertengruppe den sogenannten Problemwolf GW924m gejagt. Nun hält er sich offensichtlich nicht mehr in Schleswig-Holstein auf.

Ein einzelner Wolf kann an einem Tag bis zu 72 Kilometer zurücklegen und ist daher schwer zu finden.

Ein einzelner Wolf kann an einem Tag bis zu 72 Kilometer zurücklegen und ist daher schwer zu finden. (Symbolbild: Meli1670)

Eine DNA-Probe hat es bestätigt: Der Wolf, der in den vergangenen Monaten in Schleswig-Holstein etliche Tiere gerissen hat, jagt inzwischen in Mecklenburg-Vorpommern. Bei Grambow nahe Schwerin hat der sogenannte Problemwolf GW924m am 26. Oktober Nutztiere gerissen. Bereits wenige Tage zuvor war er weit entfernt seines ursprünglichen Reviers entdeckt worden, das sich über die Landkreise Steinburg, Pinneberg und Segeberg erstreckt: Im ostholsteinischen Schwochel hatte er am 21. Oktober Tiere gerissen und konnte per DNA-Probe überführt werden.

Wolf auf Wanderschaft

Welche Folgen hat die Wanderschaft des Wolfes? Dadurch dass sich der Wolf nun sehr wahrscheinlich nicht mehr in seinem schleswig-holsteinischen Revier aufhält, soll die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m, die seinen Abschuss beinhaltet, zum nächstmöglichen Zeitpunkt außer Kraft gesetzt werden: mit ihrer Veröffentlichung im nächsten Amtsblatt am 2. Dezember.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht sagt: „Wir stehen in engem Austausch mit den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern und werden seine weiteren Bewegungen so genau wie möglich nachverfolgen.“ Das spezielle Verhalten dieses Wolfes, der immer wieder auch Herdenschutzzäune überwindet, sei eine große Herausforderung für die Nutztierhalterinnen und -halter sowie für das Wolfsmanagement.

Risse trotz Schutzzaun

Zum Hintergrund: Erst Ende Oktober war eine Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924min Kraft getreten, die registrierten Jägern erlaubt, den Wolf zu schießen. Denn seit Februar hat dieser Wolf nachweislich mehr als 40 Schafe und Kälber in seinem Revier gerissen, in 14 Fällen hat er dafür sogar einen Schutzzaun überwunden. Die Jäger werden darauf hingewiesen, dass sich der Wolf höchstwahrscheinlich derzeit nicht mehr im Entnahmegebiet aufhält.     

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein vom 18. November 2019, Kiel

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