Presseinformation des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 22. August 2019, Berlin

Praktiker-Gespräch „Wald im Klimawandel“

Die Bundeswaldministerin lädt am 29. August zum Austausch mit Verbänden über die Waldschäden und Hilfsmaßnahmen ein.

Schadholz im Wald

Holzpolter im Wald (Foto: pixel2013)

Die Situation der Wälder in Deutschland ist dramatisch, und die Ursachen sowie Lösungen sind komplex. Ziel ist und bleibt der seit Jahrzehnten praktizierte Waldumbau hin zu standortangepassten Mischwäldern und klimaresilienten Baumarten. Zudem trägt eine aktive nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holznutzung zur CO2-Bindung und zum Klimaschutz bei.

Zahlreiche grüne Gewerke müssen jetzt Hand in Hand arbeiten, um die Schäden in den Wäldern rasch zu beseitigen, weitere Schäden zu verhindern, um aufzuforsten und Prävention zu betreiben – auch z. B. gegen Waldbrände.

Deshalb lädt Bundesministerin Julia Klöckner zur Vorbereitung des im September stattfindenden Nationalen Waldgipfels bereits kommende Woche zu einem Praktiker-Gespräch in ihr Ministerium ein. Dabei wird es darum gehen, abgestorbene Waldbestände zügig zu räumen und zu verwerten. Eine weitere Ausbreitung der Borkenkäfer ist zu bekämpfen, ebenso ist über geeignete Baumarten für die Wiederbewaldung zu entscheiden.

Aber Julia Klöckner wird mit den Verbänden auch darüber sprechen, wie die deutschen Wälder insgesamt verstärkt an den Klimawandel angepasst werden können und welche Logistik und Unterstützung, gegebenenfalls auch der Bundeswehr, nötig sind, um das Schadholz zügig zu räumen, zu lagern oder zu transportieren.

Ebenso sind die Holzverarbeiter gefragt. Abstimmungen sind hier nötig, zumal sich der Holzmarkt wegen des Überangebotes schwierig gestaltet. Ob die Baumschulen mit genügend Pflanzmaterial vorbereitet sind, welche Hinweise die Forschung, aber auch die Feuerwehr geben, wenn wieder aufgeforstet wird – diese und viele weitere Themen, die der Koordinierung bedürfen, stehen am Donnerstag, 29. August 2019, auf der Tagesordnung.

Die Ministerin hat Vertreter der Waldbesitzer, der Forstwirtschaft, des Naturschutzes, der Waldjugend, der Holzverarbeitung, des Städte- und Gemeindebundes sowie der Jagdverbände eingeladen.

Das Treffen soll die wichtigsten Praktiker an einen Tisch bringen und einen gegenseitigen Austausch über die Waldschäden und den Einsatz der Hilfsmaßnahmen ermöglichen. Hierdurch sollen gemeinsam notwendige Schritte für einen sinnvollen Einsatz der finanziellen Hilfsmittel erarbeiten werden.

Die Anregungen der Verbände fließen in den Nationalen Waldgipfel am 25. September 2019 ein, zu dem Julia Klöckner alle maßgeblich Beteiligten nach Berlin einlädt. Es wird ein „Ergebnis- und Tatengipfel“ sein, bei dem konkrete Maßnahmen besprochen werden sollen, die in den Ländern umgesetzt werden. Auch geht es darum, wie das Geld schnell und zuverlässig vor Ort ankommt.

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