Kranich-Nachwuchs im Buttermoor

Die Regenerationsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Buttermoor/Butterbargsmoor sind erfolgreich.

Kraniche auf der Pachtweide im Buttermoor (Foto: Wölk/LJV S-H)

Kraniche auf der Pachtweide im Buttermoor (Foto: Wölk/LJV S-H)

Der Kranich ist nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt. In diesem Jahr konnten bereits drei Kranich-Paare bestätigt werden. Zwei Paare konnten jeweils zwei bzw. ein Junges erfolgreich ausbrüten. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass Fuchs, Marderhund und Wildschwein die Jungen am Leben lassen.

Das Naturschutzgebiet wird seit 1999 vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein und das ehrenamtlich engagierte Betreuer-Team Detlef Kleinwort, Fabian Born und Hauke Cordes betreut. Das ca. 105 Hektar große Buttermoor, das aus den Teilen Butterbargsmoor, Ohlen Kuhlenmoor und Buttermoor besteht, liegt in dem Dreieck zwischen Holm, Pinneberg-Waldenau und Wedel.

Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere

Das Buttermoor ist ein sehr empfindlicher und störungsanfälliger Lebensraum mit seltenen Feucht- und Trockenstandorten. Eine große Bedeutung hat das Buttermoor auch als Rückzugsgebiet und Lebensraum für viele Arten, die früher weit verbreitet waren, heute jedoch aus der intensiv genutzten Umgebung verdrängt werden. Der besondere Artenreichtum dieses Gebietes konnte zum Beispiel anhand von über 500 Schmetterlingsarten, 66 Stechimmenarten (Wildbienen etc.), 58 Arten Schwebfliegen und 20 Libellenarten belegt werden. Spiegelfleck-Dickkopffalter, Heidelaufkäfer, die stark gefährdeten Libellenarten Kleine Moosjungfer und Torf-Moos-Jungfer kommen noch im Buttermoor vor, ebenso wie Kurzflügelige Schwertschrecke und kurzflügelige Beißschrecke.

Durch Schutz- bzw. Regenerationsmaßnahmen sollen gefährdete Vogelarten, Fledermäuse, Reptilien, Amphibien und andere Gruppen geschützt oder wieder angesiedelt werden. So leben heute beispielsweise noch Arten wie Moorfrosch, Grasfrosch, Wasserfrosch, Waldeidechse, Ringelnatter und Blindschleiche im Buttermoor. Vier Fledermausarten nutzen das Gebiet aufgrund seines Insektenreichtums als Jagdrevier. Seltene Pflanzen wie z. B. Weißes Schnabelried, Krähen- und Moosbeere, Sonnentau, Sumpfporst, Fieberklee und Gagelstrauch kommen hier vor.

Rastplatz für Rohrdommel und Kranich

Im Laufe der letzten Jahrzehnte vor Beginn der Naturschutzmaßnahmen verschwanden viele Brutvogelarten wie z. B. Birkwild, Sumpfohreule, Raubwürger, Trauerseeschwalbe, Seggenrohrsänger, Ziegenmelker, Wiedehopf, Bruchwasserläufer und Großer Brachvogel aus dem Buttermoor – ein Brutvogelbestand von internationaler Bedeutung. Ein wirksamer, großräumiger Schutz des Gebietes zusammen mit anderen Lebensräumen (Biotopverbund) und die Vermeidung von Störungen kann jedoch dazu beitragen, den verbliebenen Artenbestand zu erhalten (z. B. Krickente, Kiebitz, Bekassine, Wasserralle etc.) und die Wiederansiedlung anderer Arten ermöglichen. Auch für Rastvögel hat ein derartiges Schutzgebiet in Großstadtnähe eine besondere Bedeutung. So konnten hier schon Arten wie Brachvogel, Rohrdommel u. v. a. als Nahrungsgäste beobachtet werden

Hier können Sie sich alle Naturschutzgebiete ansehen, die vom Landesjagverband Schleswig-Holstein e.V. und seinen ehrenamtlichen Mitgliedern betreut werden: Naturschutzgebiete

 

Quelle: Pressemitteilung des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein vom 15. Mai 2020, Flintbek

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