Kitzsuche durch Rettungshundestaffel

Drohnenteam der Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald, Jäger und Landwirt arbeiten beim Naturschutz Hand in Hand

Mitglieder der Rettungshundestaffel und eine Drohne bei der Arbeit (Foto: Tobias Grosser)

Mitglieder der Rettungshundestaffel und eine Drohne bei der Arbeit (Foto: Tobias Grosser)

Noch vor den ersten Sonnenstrahlen endet die Nachtruhe für die Suchteams in Keltern im Landkreis Pforzheim. Die Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald war, gemeinsam mit Jägern aus dem örtlichen Revier, mit mehreren Drohnenteams im Einsatz, um vor der heutigen Mahd die Kitze zu retten. Dabei wurden sie von Mitarbeitern der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes mit der Kamera begleitet. 

Pilot und Spotter im Einsatz (Foto: Tobias Grosser)

Pilot und Spotter im Einsatz (Foto: Tobias Grosser)

„Wenn wir Kitze entdecken können, sind Menschen für uns erst recht kein Problem“, so Thomas Kälber, Vorsitzender und Zugführer der Rettungshundestaffel. Normalerweise kommen seine Drohnen vor allem bei der Suche nach vermissten Menschen zum Einsatz, unterstützend zu den Hundeteams. Die nur geringen Wärme-Signaturen der kleinen Kitze auf dem Bildschirm zu erkennen, bedarf eines konzentrierten Blicks. 

„Die Suche nach Kitzen ist eine tolle Gelegenheit für uns zum intensiven Üben und hat zugleich einen wunderbaren Nutzen - so wie heute, als wir zwei Kitze vor dem Mähtod bewahren konnten. Wir freuen uns im Gegenzug natürlich auch auf die Möglichkeit mit unseren Hunden in uns unbekannten Revieren die Menschensuche trainieren zu können“, sagt Thomas noch augenzwinkernd und freut sich über die Einladung des Revierinhabers. Neue Umgebungen bieten Abwechslung zur Trainingsroutine und sind von großem Wert für die Hundeteams seiner Staffel, die im Ernstfall nach vermissten, oft alten und kranken Menschen suchen.
Dieses Beispiel der engen Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und Drohnenteams, wie hier aus dem "Blaulicht-Bereich", ist auf jeden Fall nachahmenswert.

 

Quelle: Pressemitteilung des Landesjagdverbands Baden-Württemberg vom 23.06.2020, Stuttgart

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