Pressemitteilung des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie vom 16. September 2019, Wiesbaden

Kalb von Wolf gerissen

Unter-Seibertenrod/Vogelsberg: Ein neu geborenes schwarzbuntes Kalb wurde tot auf seiner Weide gefunden.

Schwarzbunte Kuh mit neu geborenem Kälbchen

Symbolbild: SONOLIU

Am 03. September 2019 wurde vom Landwirt eines Milchviehbetriebs in Unter-Seibertenrod/Vogelsberg ein neu geborenes schwarzbuntes Kalb tot auf seiner Weide gefunden. Das wenige Stunden alte weibliche Kalb wies massive Fraßspuren an Rumpf und Hinterbeinen auf, so dass der Verdacht nahelag, dass hier ein großer Beutegreifer am Werk gewesen war.

Der Fall wurde dokumentiert und es wurde eine Gen-Probe zur Untersuchung an das Labor für Wildtiergenetik geschickt, dem deutschen Referenzzentrum für die Wolfsgenetik in Gelnhausen.

Dem für das Wolfsmonitoring in Hessen zuständigen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) liegt nun das Ergebnis vor: An dem toten Kalb wurde eindeutig Wolfs-DNA nachgewiesen, d. h. es wurde von einem Wolf getötet. 

Hintergrund: 

Seit mindestens Mai 2019 hält sich nachweislich ein Wolf im Vogelsberg im Gebiet um Ulrichstein auf. Das Tier wurde bereits mehrfach durch Zufalls-Fotografien und – an einem Reh-Riss auch genetisch – nachgewiesen. Weiterhin wurde der Wolf im Rahmen eines aktiven Monitorings im Gebiet durch Fotofallen des HLNUG und durch Losungsproben (Kot des Wolfs) bereits mehrfach bestätigt.

Wenn dasselbe Individuum über einen Zeitraum von sechs Monaten in dieser Region nachgewiesen wird, geht die hessische Landesverwaltung davon aus, dass sich das Tier fest in Hessen niedergelassen hat.

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