Hygienekonzept für Treibjagden

Vereinigung der Jäger des Saarlandes stellt Hygienekonzept für Drück- und Treibjagden („Erntejagden“) ab 01. Juli 2020 vor.

Viele Jäger nutzen die Getreideernte, um vor allem beim Schwarzwild Strecke zu machen (Beispielbild: Stan Petersen)

Viele Jäger nutzen die Getreideernte, um vor allem beim Schwarzwild Strecke zu machen (Beispielbild: Stan Petersen)

Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) informiert:

Jagden gelten im Sinne der Verordnung jeweils als Veranstaltung. (Es gibt keine Sonderregelungen für Jagden.)

Der Veranstalter, ob Jagdherr oder Jagdleiter, hat die Jagd deshalb ausreichend vorher bei der Ortspolizeibehörde anzuzeigen, wenn mehr als 20 Personen insgesamt teilnehmen, gleich in welcher Funktion.

Der Jagdleiter oder ein weiterer von ihm Beauftragter hat die Einhaltung der wegen „Corona“ jeweils aktuell geltenden Bestimmungen zu überwachen.

Der Jagdleiter hat seine obligatorische Ansprache zu erweitern und die Hygieneregeln zu erläutern.

Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) ist immer dann zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 m unterbrochen wird.

Die Kontakte zwischen an der Jagd beteiligten Personen sind auf das Notwendigste zu beschränken und der Mindestabstand der Personen zueinander muss 1,5 m betragen, gleich ob es sich um Schützen, Hundeführer, Jagdhornbläser, Treiber oder sonstige Helfer handelt.

Etwaige Jagdhornbläser sollen den Abstand untereinander und gegenüber anderen Jagdteilnehmern auf 2 und mehr Meter erweitern.

Bei der Wildbergung oder beim Aufbrechen darf sich der Jäger einer weiteren Person bedienen. Dann MNB tragen, wenn der Mindestabstand unterschritten werden muss.

 

Zur Erläuterung und Vertiefung:

 

Veranstaltungen können derzeit, Stand (30.06.2020), unter freiem Himmel mit mittlerweile bis zu 350 Personen stattfinden.

  • Dabei sind Veranstaltungen mit mehr als 20 anwesenden Personen unter Angabe des Veranstalters der Ortspolizeibehörde zu melden!
  • Der Veranstalter hat geeignete Maßnahmen zur vollständigen Nachverfolgbarkeit nach Maßgabe des § 3a der „Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie“ zu treffen und besondere infektionsschutzrechtliche Auflagen zu beachten. Das heißt, der Jagdleiter oder Beauftragte hat dies zu erledigen und hierzu auch eine Liste aller Jagdteilnehmer zu fertigen.
  • Es gelten die Beschränkungen nach § 1 der „Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie“, der „Grundsatz der Abstandswahrung“, d. h. die Kontakte zwischen Personen sind auf das Notwendigste zu beschränken und der Mindestabstand der Personen zueinander muss 1,5 m betragen.
  • Also generell Abstand halten, keine persönlichen Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.
  • Die Husten- und Niesregeln sind einzuhalten (in ein Taschentuch oder die Armbeuge husten oder niesen).
  • Die Hände sollten direkt vor und nach der Jagd gründlich gewaschen oder desinfiziert Dazu gibt es Hand-Desinfektionsmittel-Spender bzw. mobile Händewaschmöglichkeit mit Seife. Es sind Einmalhandtücher zu verwenden. Gemeinschaftshandtücher sind nicht zulässig.
  • Gemeinsam benutzte Gegenstände müssen gut gereinigt bzw. abgespült werden (z.B. ggfs. KFZ-Teile, Wildbergehilfen, Aufbrechhilfen, Messer etc.).

Wo es möglich ist, ist eine Wischdesinfektion mit Einmaltüchern grundsätzlich sinnvoll.

  • Personen mit Atemwegssymptomen (sofern nicht vom Arzt z.B. abgeklärte Erkältung) oder Fieber dürfen nicht an der Jagd teilnehmen.
  • Wer zur Risikogruppe gehört (dies können auch jüngere Personen sein), sollte an der Jagd nicht teilnehmen.

 

Zum Download:

VJS-Hygienekonzept für Drück- und Treibjagden

 

Quelle: Mitteilung der Vereinigung der Jäger des Saarlandes vom 02. Juli 2020, Saarwellingen

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