Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbands (DJV) vom 08. Oktober 2019, Berlin

Hunde mit Berufung

Bereits seit 15.000 Jahren sind Mensch und Hund ein Team bei der Jagd. In zwei von drei Jägerhaushalten lebt heute ein Vierbeiner. Für jeden Hund gilt: Klare Regeln sind wichtig.

Jagdhunde sind Gefährten und vollwertige Familienmitglieder zugleich. (Quelle: Schlenther/DJV)

Jagdhunde sind Gefährten und vollwertige Familienmitglieder zugleich. (Quelle: Schlenther/DJV)

Seit mehr als 15.000 Jahren gehen Hund und Mensch gemeinsam auf Jagd. In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte leben heute ein oder mehrere Hunde, informiert der Deutsche Jagdverband (DJV) anlässlich des Welthundetags am 10. Oktober. Das sind fast drei Mal so viele wie im Bundesdurchschnitt. Ähnlich wie Blinden-, Rettungs-, oder Polizeihunde genießen Jagdhunde eine mehrjährige Ausbildung. Sie sind Hunde mit Beruf. Sogenannte Schweißhunde können beispielsweise verletzte Tiere nach einem Wildunfall aufspüren – auch noch 40 Stunden später.  

Jagdhunde sind zumeist vollwertige Familienmitglieder. Der Umgang mit Kindern ist für sie selbstverständlich. Tatsächlich wirkt sich das Zusammenleben mit Tieren sehr positiv aus. Zahlreiche Studien zeigen: Hundehalter sind körperlich fitter und mental gesünder.

Die beliebtesten Jagdhunderassen in Deutschland sind Vorstehhunde: Sie sollen dem Jäger Wild zeigen, indem sie abrupt stehenbleiben. In jedem vierten Jägerhaushalt ist ein Deutsch Kurz-, oder Drahthaar zu Hause, ebenso Münsterländer oder Weimaraner. An zweiter Stelle stehen Terrier, Teckel und Apportierhunde wie Labrador oder Golden Retriever. Zahlreiche Jagdhunderassen sind bei Nicht-Jägern beliebt. Grundsätzlich sind Jagdhunderassen anspruchsvoller in der Haltung als sogenannte Gesellschaftshunde wie Chihuahua, Mops oder Zwergpudel.

Größe und Erscheinung eines Hundes sagen wenig über dessen Ansprüche aus. Immer mehr Hundefreunde sind beispielsweise von der Fell- und Augenfarbe des Weimaraners fasziniert. Aber: Diese Rasse hat einen starken Jagdtrieb und Beschützerinstinkt. Russel Terrier sind zierlich, gleichzeitig sehr lebhaft und brauchen viel Bewegung. 

Das Wesen eines Hundes wird zu einem Drittel aus persönlichen Anlagen geprägt und zu zwei Dritteln aus Erziehung. Selbst im kleinsten Hund steckt noch der Wolf. Ohne das richtige Training und artgerechte Beschäftigung sind Konflikte vorprogrammiert. Ziel der Hundeerziehung müssen klare Regeln sein. Diese lernt ein Vierbeiner durch Spiel und Belohnung – aus Mensch und Hund wird ein Team.

Eine Übersicht über die verscheidenen Jagdhundrassen und ihre Einsatzgebiete gibt es hier: www.jagdverband.de/content/hunderassen-einsatzgebiete

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