Hohe Auszeichnung für Niederwild-Allianz

Minister Peter Hauk überreicht die Auszeichnung der UN-Dekade biologische Vielfalt an die Allianz für Niederwild

Peter Hauk rechts), Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg, übergibt die Auszeichnung an Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann (Foto: TobiasGrosser/LJV)

Peter Hauk rechts), Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg, übergibt die Auszeichnung an Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann (Foto: TobiasGrosser/LJV)

Im Ländle engagieren sich Jäger, Naturschützer, Kommunen, Landwirte, Grundbesitzer, Behörden und Forschungseinrichtungen gemeinsam für die Lebensräume des Niederwilds. Dazu gehören unter anderem Arten wie Rebhuhn, Fasanen und Feldhasen. Der gemeinsame Einsatz wurde jetzt ausgezeichnet.

Am Freitag (26.06.2020) übergab Minister Peter Hauk den Projektverantwortlichen der Wildforschungsstelle am Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) und des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg e.V. (LJV) die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt. Bedingt durch die COVID-19-Krise allerdings nur im kleinen Rahmen.

„Die Allianz für Niederwild wurde von den Vereinten Nationen ausgezeichnet, weil sie sich für den Erhalt und nachhaltige Nutzung einer artenreichen Kulturlandschaft einsetzt und somit zur Förderung der biologischen Vielfalt beiträgt. Durch die umgesetzten und initiierten Maßnahmen profitieren nicht nur Niederwildarten, wie Rebhuhn und Feldhase, sondern vor allem auch Insektenarten, die an diese Lebensräume angepasst sind. Durch den Aufbau eines umfangreichen Netzwerks und die Bündelung der Erfahrungen aus einzelnen Projektgebieten, erfährt die Allianz für Niederwild eine landesweite Bedeutung“, so Landesjägermeister Dr. Friedmann vom LJV. „Dadurch stößt sie neue Lokalprojekte und eine Weiterentwicklung der Agrarförderprogramme an. Die Jägerschaft setzt hier wichtige Impulse und ist in vielen Regionen der Motor, wenn es um den Erhalt von Rebhuhn, Insekten und Co. geht. Daher möchte ich mich im Namen aller Jägerinnen und Jäger für diese Auszeichnung bedanken, die maßgeblich zum Erfolg dieses Projektes beitragen!“

Das Projekt ist an der Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg am Landwirtschaftlichen Zentrum (LAZBW) angesiedelt und wird in Kooperation mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. durchgeführt.

Die „Allianz für Niederwild“ ist ein breites Bündnis von Jägern, Naturschützern, Kommunen, Landwirten, Grundeigentümern, Behörden und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg, die sich einem gemeinsamen Leitbild verschrieben haben. Die Allianz will dabei Offenlandarten durch Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und Lebensräume fördern. Der Erhalt einer nachhaltigen Bewirtschaftung unserer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft ist ein wichtiges Element dabei. Die für diese Lebensräume charakterisierenden Arten Rebhuhn, Feldhase und Fasan bilden für das Projekt die Leitarten. Sie stehen stellvertretend für den starken Rückgang vieler Arten des Offenlandes.

Im Rahmen der Allianz für Niederwild wurden vier Modellgebiete ausgewiesen, die unterschiedliche Regionen und Gegebenheiten des Landes Baden-Württemberg abbilden. In den vier Modellgebieten werden die bisherigen Maßnahmen der Agrarumweltprogramme und andere Instrumente nach und nach umgesetzt sowie evaluiert. Darüber hinaus dienen die Erfahrungen aus der Praxis und den lokalen Projekten der gezielten Weiterentwicklung und Optimierung von Agrarförderprogrammen. Neben den Modellregionen stellt das Projekt einen Kristallisationspunkt für neue Projekte dar und bietet für bestehende Projekte gleichzeitig eine Anlaufstelle für Kontakt und Vernetzung.

  

Quelle: Pressemitteilung des Landesjagdverbands Baden-Württemberg vom 26. Juni 2020, Roigheim/Stuttgart

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