Führungswechsel bei der Deutschen Wildtier Stiftung

Deutsche Wildtier Stiftung und Vorstand Prof. Dr. Fritz Vahrenholt trennen sich.

Dr. Jörg Soehring löst Prof. Dr. Fritz Vahrenholt als Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung ab.

Dr. Jörg Soehring löst Prof. Dr. Fritz Vahrenholt als Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung ab. (Fotos: © Deutsche Wildtier Stiftung/Ilona Ilyés)

Die Deutsche Wildtier Stiftung und ihr Vorstand Prof. Dr. Fritz Vahrenholt sind aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die Positionierung der Stiftung in der aktuellen klimapolitischen Diskussion übereingekommen, ihre Zusammenarbeit zu beenden.

Prof. Dr. Vahrenholt war zunächst zwei Jahre Mitglied des Kuratoriums und sodann in den letzten sieben Jahren alleiniger Vorstand der Wildtier Stiftung. In dieser Zeit hat er sich große Verdienste um die Fortentwicklung der Stiftung erworben.

So hat er u. a. das Insektensterben mit dem Großprojekt zum Wildbienenschutz in urbanen Räumen Deutschlands zum Thema gemacht. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat sich dieses heute von einer breiten Öffentlichkeit beachteten Themas als erste Organisation angenommen und setzt heute in den drei Metropolen Deutschlands Hamburg, Berlin und München Projekte zum Wildbienenschutz um. Ein besonderes Engagement Prof. Vahrenholts galt der Schaffung von Wildnisflächen in Deutschland. Durch Kauf und Übernahme von bundeseigenen Flächen im Rahmen des Nationalen Naturerbes wuchsen die Wildnisflächen der Deutschen Wildtier Stiftung in seiner Amtszeit um rund 2.500 Hektar.

Zudem gelang Prof. Vahrenholt die Übernahme der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild und damit des Projektes „Tier des Jahres“ sowie die Fusion mit einer gemeinnützigen Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern, die über umfangreichen Waldbesitz verfügt. Bei den Artenschutzprojekten setzte die Deutsche Wildtier Stiftung u. a. erfolgreich ein fünfjähriges Projekt zum Rotmilan um und startete ein Vorhaben zum Schutz des Feldhamsters. Daneben unterstütze die Stiftung während seiner Amtszeit ein Projekt zur Auswilderung von Luchsen im Pfälzer Wald und setzte selbst ein Forschungsprojekt zur Wildkatze um.

Neben den Naturschutzprojekten sah Vahrenholt im Naturfilm ein wichtiges Instrument, um Menschen für Natur zu begeistern. Daher förderte die Stiftung das Darßer Naturfilm Festival und produzierte mit dem renommierten Naturfilmer Jan Haft den Kinofilm „Die Wiese“.

Obwohl das Finanzumfeld für Stiftungen in den letzten Jahren immer schwieriger wurde, gelang es Vahrenholt, die finanzielle Situation der Stiftung auf Erfolgskurs zu halten.

Alice Rethwisch, Vorsitzende des Präsidiums des Kuratoriums der Wildtier Stiftung und Witwe des verstorbenen Stiftungsgründers Haymo G. Rethwisch: „Wir danken Prof. Dr. Vahrenholt für seine erfolgreiche Arbeit und sein großes Engagement. Er hat die Stiftung in vieler Hinsicht entscheidend vorangebracht.“

Zum neuen Vorstand wurde Dr. Jörg Soehring bestellt. Er war mit den Eheleuten Rethwisch über Jahrzehnte als Berater eng verbunden, nach dem Tod des Stifters im Jahre 2014 dessen Testamentsvollstrecker und in den letzten acht Jahren Mitglied des Präsidiums des Kuratoriums und dessen stellvertretender Vorsitzender.

Quelle: Pressemitteilung des Präsidiums der Deutschen Wildtier Stiftung vom 20. Dezember 2019, Berlin

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